Rund um den FC Schalke 04 ploppte in der vergangenen Woche das Thema auf, ob der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies im Juli in das Ehrenpräsidium des Vereins gewählt werden soll. Die Personalie löste einmal mehr große Kontroversen innerhalb des Klubs aus. Beim Heimspiel am Samstag gegen Dynamo Dresden (2:2) sendete die organisierte Fanszene in der Schalker Nordkurve eine klare Botschaft, auf die Tönnies selbst im Anschluss reagierte.
Am Samstagnachmittag wurden in der Nordkurve der Veltins-Arena gleich mehrere Spruchbänder gezeigt, auf denen Clemens Tönnies zum Teil hart beleidigt wurde.
"Halt dich an dein Wort, Schweinepriester!", "Tönnies-Verdienste für unseren Verein: Schulden, Rufschädigung und Intrigen! Nein zum milliardenschweren Ekelschwein!", "Kein Ehrenpräsident für Ehrenlose. Verpiss dich, Tönnies!", war unter anderem auf den Bannern zu lesen, die beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden gezeigt wurden.
Die Ultras des FC Schalke 04 unterstrichen damit ihre klare Haltung, dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Königsblauen ihre Unterstützung zu verweigern.
Clemens Tönnies hatte die Geschicke des FC Schalke zwischen 2001 und 2020 als Boss des mächtigen Aufsichtsrats maßgeblich mitbestimmt, ehe er sich im Juni 2020 aus dem Verein zurückgezogen hatte.
Tönnies um Beschwichtigung bemüht
Gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" hat der 69-Jährige mittlerweile auf die Diffamierungen reagiert. "Wer sind die Ultras? Eine kleine und laute Gruppe in diesem großartigen Verein. Ehrlich gesagt habe ich mich in meiner aktiven Zeit kein einziges Mal über die vielen Anwürfe und Beleidigungen der Ultras gegen mich geärgert. Das Schalker Leitbild scheint ja nicht für sie zu gelten", so Tönnies, dessen Verhältnis zur organisierten Fanszene des FC Schalke bereits seit vielen Jahren als zerrüttet gilt.
"Ich kann nicht verstehen, warum die Ultras jetzt so für Unruhe sorgen. Völlig unnötig, weil ich mir noch nicht einmal konkret Gedanken zur Anfrage des Ehrenpräsidiums gemacht habe. Es zählt gerade allein der Kampf um den Aufstieg. Da sollten jetzt alle Schalker zusammenhalten", war Tönnies gegenüber der Zeitung um Beschwichtigung bemüht.
Ob sich der Fleischwarenfabrikant im Juli für das Ehrenpräsidium zur Wahl stellen würde, blieb damit zunächst noch offen.






























