In einem über weite Teile wenig berauschenden Football-Spiel haben die New England Patriots mit 13:29 gegen die Seattle Seahawks den Kürzeren gezogen und den siebten Super-Bowl-Triumph deutlich verpasst. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte die einmal mehr extrem schwache O-Line, die sich Mike Vrabel im Anschluss vorknöpfte.
"Keiner von den Jungs spielte gut genug, damit wir das Spiel für uns entscheiden konnten", fand der Head Coach überaus deutliche Worte in Richtung der Quarterback-Beschützer, die in den Playoffs riesige Lücken offenbarten. Dies nutzte die glänzend aufgelegte Defensive der Seattle Seahawks eiskalt aus, gewann viel zu oft die wichtigen Duelle an der Line of Scrimmage.
Drake Maye, der das vielleicht schlechteste Spiel seiner noch jungen NFL-Laufbahn machte, stand unter Dauerdruck und war ständig auf der Flucht. Dennoch brachte ihn die Defensive des neuen Champions gleich sechsmal für 43 Yards Raumverlust zu Boden. Auch ein Fumble und zwei Interceptions erzwang Seattle durch den hohen Druck auf den Youngster.
RTL-Experte Werner zieht vor den Patriots den Hut
Ganz ohne positive Gedanken wollte Vrabel seine Debütsaison bei den Pats aber nicht abschließen. Natürlich sei er enttäuscht, aber: "Ich habe meine Mannschaft daran erinnert, dass wir uns erst seit 307 Tagen in einer hoffentlich langen, erfolgreichen Beziehung und einem erfolgreichen Programm befinden. Wir müssen gemeinsam enttäuscht und verärgert sein."
Jedes Jahr verliere nun mal ein Team den Super Bowl, so der Coach of the Year weiter, der daraus eine besondere Motivation ziehen will. "Wir müssen uns daran erinnern, wie sich das anfühlt und dafür sorgen, dass es sich nicht wiederholt", stellte der 50-Jährige weiter klar. Auch RTL-Experte Björn Werner machte den Patriots nach der deutlichen Pleite Mut.
"Viele werden sagen, dass Drake Maye heute nicht gut gespielt hat. Wenn du das ganze Spiel so unter Druck bist, das bist nicht du alleine. Das ist die gesamte Offensive, die gerade einen schlechten Tag gegen eine sehr starke Defense hat", sagte der deutsche Ex-NFL-Profi und fügte hinzu: "Hut ab an die Patriots, die es allen und mir gezeigt haben. Vor der Saison hat keiner damit gerechnet, dass sie heute hier stehen. Ein unfassbar starkes, junges Team."





