Deutschlands Rodel-Legende Georg Hackl (59) ist bei der Vorbereitung der entscheidenden Rennläufe bei den Olympischen Spielen gestürzt und anschließend im Krankenhaus behandelt worden.
Das bestätigte Hackl, der in Cortina als Trainer das österreichische Team betreut, am Sonntag der "Bild". "Ich wollte mir das Training meiner Rodler anschauen", sagte er über die Ereignisse am Morgen: "Ich bin auf einen Weg gegangen und ein wenig hochgeklettert, um auf die Bahn zu gucken. Das ist ja mein Job."
Dann sei "dummerweise unter mir etwas weggebrochen und ich bin aus 1,80 Meter auch auf den Kopf gefallen. Ich habe mir mindestens die Schulter ausgerenkt, jetzt muss ich ins Krankenhaus."
Ob Hackl damit am Sonntagabend die Medaillenvergabe vor Ort verfolgen kann, war am Mittag noch unklar. Der deutsche Weltmeister Max Langenhan geht als Führender in die entscheidenden Durchgänge, Hackls Schützling Jonas Müller aus Österreich hat als Zweiter 0,162 Sekunden Rückstand. Die Läufe drei und vier werden ab 17.00 Uhr ausgetragen.
Hackl gehört zu den erfolgreichsten Rodlern der olympischen Geschichte, gewann 1992, 1994 und 1998 jeweils Gold im Einzel für Deutschland. Nach vielen Jahren als Trainer im deutsche Team betreut er seit 2022 die Österreicher.



