Thomas Müller blickt offen auf seine weitere Karriere in Nordamerika und spricht über die Absprachen mit seinem Ex-Klub FC Bayern.
Wie lange geht die MLS-Reise von Thomas Müller? Das Bayern-Urgestein lässt ein Karriereende offen. Sein Vertrag bei den Vancouver Whitecaps läuft noch bis zum Ende des Jahres.
"Wie schon immer in meinem Leben lege ich mich nicht unnötig fest. Mein Hauptmotiv, Fußball zu spielen, ist der Spaß daran. Die ersten Monate hier hat es enorm viel Spaß gemacht. Jetzt steht meine erste komplette Saison an", sagte der Stürmer der "Welt".
Nach der vergangenen Saison war er nach Kanada gewechselt. Mit den Whitecaps ging es direkt bis ins Finale.
Eine entscheidende Rolle spiele bei der Zukunftsentscheidung auch die körperliche Verfasstheit. "Was macht der Körper auf dieser ganzen Reise? In der Vorsaison habe ich mich hinten raus etwas durchgeschleppt. Auch deswegen ist dieser Gedankenprozess bei mir alles andere als ausgegoren", erklärte der Weltmeister von 2014.
Lieber Wasser als Cocktails
"Die Möglichkeit zu haben, in der 90. Minute bei einem Heimspiel mit einem Elfer das Spiel zu entscheiden, diesen Druck zu spüren und die Chance zu haben, die Emotionen so vieler Menschen mit einer Aktion zu bewegen, wenn man trifft – das ist es mir immer noch wert, früher ins Bett zu gehen", sagte Müller. "Dann probiere ich den Cocktail halt nicht. Und nehme das stille Wasser."
Geht es dann nach der aktiven Karriere zurück zum FC Bayern? Der Rekordmeister hat bereits signalisiert, dass er den Ur-Bayern gerne in die Klubarbeit einbinden würde. Konkreter geworden ist es aber noch nicht. "Die Verbindung zum FC Bayern ist weiterhin da, emotional und inhaltlich", sagte Müller. "Und mit der Vereinsführung ist besprochen, dass es die Möglichkeit gibt, künftig einen gemeinsamen Weg zu gehen. Eine Absichtserklärung oder gar ein Termsheet gibt es noch nicht. Ich will jetzt auch parallel keinen Trainerschein machen oder ein Studium beginnen."
Er wolle zunächst weiter "auf dem grünen Rasen stehen, Athlet sein. Und dem alles unterordnen. Nach meiner Spielerlaufbahn möchte ich dann den Ausbildungsweg ganz bewusst wahrnehmen – statt nebenbei hektisch ein Zertifikat einzustecken. Wenn ich etwas mache, mache ich es zu hundert Prozent", versicherte Müller. "Ich will weder mir selbst noch jemand anderem zumuten, dass er von mir weniger als meine volle Leidenschaft, Energie und Aufmerksamkeit bekommt."
























