Turbulente Zeiten bei Werder Bremen. Nach der Entlassung von Coach Horst Steffen hat der Klub in Daniel Thioune inzwischen einen Nachfolger gefunden. Die Kritik an Sportchef Clemens Fritz reißt aber nicht ab. Jetzt gibt es ein Machtwort vom Werder-Präsidenten.
Nach der anhaltenden Unruhe um die Person Clemens Fritz hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende Hubertus Hess-Grunewald in die Debatte eingeschaltet und Klartext gesprochen. Er stellt sich hinter den angezählten Fritz.
"Als Präsident des e. V. und Aufsichtsratsvorsitzender der Kapitalgesellschaft habe ich volles Vertrauen zu Clemens Fritz und in seine Arbeit und sehe keine Veranlassung, ihn abzulösen. In meiner Funktion stehe ich hierfür in der Verantwortung und habe dazu eine klare Meinung und Haltung", sagte Hess-Grunewald.
In den vergangenen Tagen hatten Werder-Fans sogar eine Online-Petition gestartet, um die Abberufung von Sport-Geschäftsführer Fritz zu initiieren.
Hess-Grunewald stellte klar, dass "diese Online-Petition" satzungsmäßig "keine Relevanz" habe. "Dazu kommt: Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hat die Petition anonym unterzeichnet. Bei allen, die ihren tatsächlichen Namen hinterlegt haben, hat eine Stichprobe ergeben, dass etwa 30 Prozent von ihnen Vereinsmitglieder des SV Werder sind", so Hess-Grunewald weiter.
Werder: Wer hat Schuld an der Talfahrt?
Fritz hatte nach dem Aus von Trainer Steffen eigene Mitschuld an der Werder-Misere eingestanden.
"Ganz klar muss man sagen: Es gibt keinen Alleinschuldigen", betonte der Ex-Nationalspieler bei einer kurzfristig anberaumten Medienrunde: "Wenn sowas passiert, sind wir alle in der Verantwortung. Ich natürlich auch in erster Linie, natürlich auch die Mannschaft."
Steffen war zuvor nach zehn Spielen ohne Sieg von den Hanseaten freigestellt worden. Die öffentliche Kritik richtet sich aber auch an Fritz, der für den Kader der Bremer mit Peter Niemeyer, dem Leiter Profifußball, letztlich verantwortlich zeichnet.
"Ich bin reflektiert, überdenke natürlich auch viele Handlungen", sagte Fritz: "Natürlich nehme ich die Kritik auch an und versuche mein Bestmögliches einzubringen, um den Turnaround zu schaffen."



























