Bei den ersten Formel-1-Testfahrten in Barcelona war Mercedes bereits der Maßstab. Dabei haben die Silberpfeile ihre Hosen in Katalonien noch nicht einmal ansatzweise runtergelassen. Laut Ex-Pilot Juan Pablo Montoya hat das Team noch ein dickes Speed-Ass im Ärmel.
Wie gut der Mercedes W17 wirklich ist - und vor allem: wie schnell -, lässt sich nach den Testfahrten in Barcelona nur erahnen. Mit ziemlicher Sicherheit lässt sich aber schon jetzt sagen: Der neue Silberpfeil ist zumindest Stand heute einer der besten Boliden im Feld.
Ex-Formel-1-Star Juan Pablo Montoya ist davon unter anderem überzeugt, weil er aus der Gerüchteküche gehört hat, dass Toto Wolff und sein Team in Barcelona mit deutlich angezogener Handbremse gefahren sind.
"Was ich gehört habe, ist, dass die Zeiten, die sie in Barcelona gefahren sind, zwischen drei und vier Sekunden vom wahren Potenzial des Autos entfernt sind", plauderte Montoya im "AS"-Interview aus.
Sind die neuen Formel-1-Wagen schneller als gedacht?
Was heißt das in nackten in Zahlen? Russells Bestzeit bei den ersten Tests war eine 1:16,445 Minuten. Zieht man davon vier Sekunden ab, wäre er bei einer mittleren 1:12er-Runde gelandet. Das wiederum ist nicht weit weg von der Pole-Zeit aus der vergangenen Saison. Oscar Piastri fuhr Platz eins damals mit einer 1:11,546 Minuten ein.
Bedenkt man jetzt noch, dass die Teams im Laufe einer Saison mehrere Zehntel oder auch mehr pro Runde finden, könnte die neue Auto-Generation zumindest auf einer Strecke wie in Barcelona doch deutlich schneller sein, als zunächst angenommen wurde. Vermutet wird bislang, dass die Wagen rund 1 bis 2,5 Sekunden pro Runde aufgrund der Regeländerungen einbüßen.
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Dass aller Teams mit Mercedes-Motoren so schnell wie die Silberpfeile sein werden, glaubt Montoya derweil nicht. "Einige werden es richtig machen, andere falsch. Wenn Mercedes weit überlegen ist, heißt das dann, dass auch alle Mercedes-Teams stark sein werden?", stellte der Kolumbianer eine Frage in den Raum, die er selbst offenbar mit Nein beantwortet.




