Die Saison 2025 liegt hinter uns und mit Klint Kubiak bei den Las Vegas Raiders haben nun alle betreffenden NFL-Teams ihren neuen Head Coach für 2026 gefunden. Doch welche Verpflichtung war die beste und wer hat wohl daneben gelangt?
Die Wahl des Head Coachs ist immer eine richtungsweisende Entscheidung für ein jedes NFL-Team. Wie wichtig dieser Posten im Football und speziell der NFL ist, hat nicht zuletzt der Coach of the Year der abgelaufenen Saison, Mike Vrabel, gezeigt, der das Kunststück vollbrachte, aus einem 4-Siege-Team einen Super-Bowl-Teilnehmer zu machen.
Ob das auch einem der neuen Head Coaches für die Saison 2026 gelingt, werden wir in wenigen Monaten sehen, doch für den Moment stellen wir uns zunächst die Frage, welche Coaches ihren neuen Teams die besten Chancen auf Erfolg einräumen.
sport.de-Redakteur Marcus Blumberg hat sich alle neu eingestellten Coaches angeschaut und ein Ranking erstellt.
Ranking: Die neuen Head Coaches 2026
Vorweg sei gesagt, dass ich keine festen Kriterien angewandt habe und vielmehr das Big Picture im Auge hatte. Sprich: Was qualifiziert den jeweiligen Trainer überhaupt für diesen Job, welchen Background hat er und in welche Situation begibt er sich? Beim Endergebnis fließt dann zudem ein, wie groß ich die Chance auf Erfolg für das jeweilige Team einschätze.
10. Todd Monken - Cleveland Browns
Dass der Cleveland-Job vermutlich der unattraktivste von allen war, steht wohl außer Frage. Doch mit Todd Monken haben es die Browns vermutlich geschafft, auch noch die schlechteste mögliche Lösung zu finden. Und das liegt nicht unbedingt an Monken selbst, sondern an den Umständen.
Monken ist an sich vor allem ein guter Offensiv-Coach. Er war Offensive Coordinator der Georgio Bulldogs, die 2021 und 2022 die National Championship im College Football gewonnen haben. Klar war dafür auch in großen Teilen die Defense und vor allem ein übertrieben guter Kader in allen Belangen verantwortlich, doch Monken machte einen wirklich guten Job, obwohl er nicht mal einen Star-Quarterback hatte.
Nachdem er zuvor schon in der NFL und in Cleveland (2019) unter anderem als OC tätig gewesen war, coachte er von 2023 bis 2025 die Ravens-Offense mit Lamar Jackson, der 2023 in Monkens erster Saison sogar zum MVP wurde. Zum zweiten Mal allerdings. Hängen bleibt bei mir aber vor allem dies: Im AFC Championship Game war der Gameplan der Ravens-Offense einfach schlecht. Anstatt weiter aufs Run Game, der großen Stärke des Teams, zu vertrauen, versuchte man es überwiegend durch die Luft und spielte den Chiefs in die Karten. Warum? Unklar.
Und ohne Lamar fiel diese Offense in den vergangenen zwei Jahren jeweils auseinander. Wenn man jetzt auf die schlimme Quarterback-Situation in Cleveland blickt, lässt das Schlimmes erahnen, es sei denn, man erhofft sich durch Monken, das Run Game noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Doch mit Monken hat man sich darüber hinaus gleich die nächste Baustelle eröffnet, denn durch diese Verpflichtung hat man zugleich den anerkannten Defensiv-Guru Defensive Coordinator Jim Schwartz verloren, der ein großer Grund dafür war, warum immerhin die Defense der Browns in den vergangenen Jahren stets eine Stärke - die einzige des Teams - war. Das könnte ein Himmelfahrtskommando sein.
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9. Mike McCarthy - Pittsburgh Steelers
Nach 19 Jahren Mike Tomlin kam eben dieser zum Schluss, dass es Zeit war für eine Veränderung. Er nahm seinen Hut nach zwei Super Bowls, einem Titel und keiner einzigen Losing Season, was Rekord ist. Er geht aber auch mit der Tatsache, dass er seit Anfang 2017 kein Playoff-Spiel mehr gewonnen hat.
Die Steelers versprachen dann eine breit angelegte Suche nach einem Nachfolger, interviewten dann aber eigentlich nur zwei Rooney-Rule-Kandidaten, um dann den gebürtigen Yinzer Mike McCarthy zu verpflichten, der selbst so seine Probleme mit Erfolg in den Playoffs hatte, nachdem er irgendwann vorm Krieg mal mit Aaron Rodgers in Green Bay genau einen Super Bowl gewann - immerhin gegen Tomlins Steelers!
McCarthy soll sich selbst in einer Präsentation als eine Art QB-Guru angepriesen haben und dabei seine Entwicklung von Quarterbacks wie Joe Montana bei den Kansas City Chiefs - da war er am Ende seiner Karriere und hatte entsprechend schon vier Ringe - genannt haben. Ansonsten arbeitete er natürlich noch mit Jahrhunderttalent Rodgers und Dak Prescott, der auch schon der Dak Prescott war, als McCarthy in Dallas ankam.
McCarthys Teams haben stets den Ruf, undiszipliniert zu sein und viele Strafen zu kassieren. Mit den guten QBs gewann er stets viele Spiele, aber wenn es eng wurde - im Januar - merkte man eben immer, dass die Kleinigkeiten fehlten. Nun kommt er nach Pittsburgh und hat Stand jetzt keinen Quarterback. Es bleibt die vage Hoffnung auf einen 42 Jahre alten Aaron Rodgers, der schon am Ende in Green Bay nichts mehr von ihm wissen wollte.
McCarthy ist die uninspirierteste Lösung, die Pittsburgh finden konnte. Und das Best-Case-Szenario sind weitere Non-Losing-Seasons.
8. Mike LaFleur - Arizona Cardinals
Der Cardinals-Job war im Grunde der letzte, der gefüllt wurde - nicht offiziell, aber die Raiders mussten eben mit ihrer Verkündung bis nach dem Super Bowl warten. Und der Job in der Wüste ist ohnehin keiner, den viele wirklich wollten. Das lag zum einen an der völlig unklaren Quarterback-Situation, da man durchaus damit rechnen muss, dass die Zusammenarbeit mit Kyler Murray nicht weitergeht. Zum anderen ist Owner Michael Bidwill eher schwierig, was seine stets schlechten Bewertungen in den NFLPA Team Report Cards unterstreichen.
LaFleur ist zudem ein zumindest mal kontroverser Kandidat, denn seine Vita ist schwierig zu lesen. Was für ihn spricht: Er kommt aus dem Shanahan-McVay-Tree. Er war vier Jahre Passing Game Coordinator in San Francisco und in den vergangenen drei Jahren Offensive Coordinator der Rams. Das heißt, er dürfte das so erfolgreiche Shanahan-Scheme beherrschen, das gerade erst wieder half, einen Super Bowl zu gewinnen.
Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass LaFleur unter besagten Koryphäen nicht der Play-Caller war. Diese Aufgabe füllte er nur in seinen zwei Jahren bei den New York Jets (2021-2022) aus, was bekanntermaßen eher suboptimal lief. Natürlich waren dies die Jets und die Quarterback-Situation damals war mit Zach Wilson auch keinesfalls gut, aber LaFleur war eben auch kein Teil der Lösung.
Er wird nun in Arizona erneut als Playcaller auftreten und die Frage wird sein, ob er es dieses Mal besser macht, auch wenn die QB-Situation erneut keine einfache sein wird. Er bringt den Background mit, muss nun aber zeigen, dass er sein Knowhow auch in Zählbares ummünzen kann.
7. Joe Brady - Buffalo Bills
Wenn man sich als Owner hinstellt und den plötzlichen Rauswurf seines langjährigen Trainer damit begründet, dass das bisherige Setup einfach nicht mehr funktionierte und Veränderung vonnöten sei, wie es Terry Pegula getan hat, dann ist es wenig überzeugend, sich dann umzudrehen, und im Grunde alles beim Alten zu belassen.
Brady war bislang der Offensive Coordinator wird nun als Head Coach im Grunde seinen Coaching Staff zusammenhalten. Wirklich Veränderung wird das nicht bringen. Eher wird es die Defense verschlechtern, die unter Sean McDermott immerhin in der Regular Season meist überzeugte. Ansonsten erinnert dieser Move eher an das, was die Patriots vor ein paar Jahren gemacht haben, als Belichick - sicherlich zu Recht - gehen musste und dafür einfach Jerod Mayo nachrückte, ohne die ganz großen weiteren Veränderungen. Das ging gehörig schief.
Die Bills brauchen offenkundig einen neuen kulturellen Ansatz, doch bezweifle ich, dass Brady den liefert. Er wird als Playcaller bleiben und Josh Allen ist ihm gegenüber freundlich gestimmt. Er gilt als beliebt im Team, wobei die Bills den Trainerwechsel durchaus mit Schock aufgenommen haben sollen. Brady muss nun in seinem ersten Head-Coach-Job zeigen, dass er auch die ganze Mannschaft in den Griff kriegen kann. Und er wird irgendwie frischen Wind reinbringen müssen, obwohl er eben dort schon zum Establishment gehört.
Die Tatsache, dass er sich mit Allen gut versteht, ist ein Plus. Doch kann dies ganz schnell nach hinten losgehen, wenn man nicht direkt den erhofften Playoff-Erfolg hat, denn nur deshalb wurde McDermott entlassen.
6. Jeff Hafley - Miami Dolphins
Die Dolphins setzen nun voll auf die Karte Green Bay. General Manager Joe-Eric Sullivan kam von den Packers und brachte direkt Hafley als Head Coach mit. Der Ex-Defensive-Coordinator der Packers nahm zudem Linebackers Coach Sean Duggan als seinen neuen DC mit. Die Message ist klar: hier soll langfristig etwas entstehen und die Hoffnung dürfte sein, dass der Erfolg weiterer früherer Packers-Köpfe fortgesetzt werden soll. GM John Schneider gewann gerade erst den Super Bowl mit den Seahawks, Eliot Wolf erreichte ihn mit den Patriots ...
Hafley war früher Head Coach des Boston College und stellte in Green Bay eine schlagkräftige Defense aufs Feld in den zwei Jahren, in denen er dort war. Besonders seine Secondary war am Ende eine große Stärke des Teams. Nicht zufällig drückt dort der Schuh bei den Dolphins besonders.
Doch auch die Dolphins stehen vor einer Großbaustelle auf der Quarterback-Position und die Frage muss sein, ob Hafley gerade die Offense in die Spur bekommt. Sein neuer OC Bobby Slowik wirkt nicht unbedingt inspirierend, egal wer am Ende under Center spielt, denn schon in Houston war er mehr Bremsklotz als Hilfe mit seinem antiquierten Offensivansatz. Doch unnötig viel Run Game in frühen Downs waren die Dolphins zuletzt schon gewohnt.
Letztlich könnten JES und Hafley lange fehlende Konstanz nach Miami bringen, doch der Wiederaufbau wird seine Zeit brauchen.
5. John Harbaugh - New York Giants
Der allgemeine Tenor war, dass Harbaugh der begehrteste Name auf dem Markt ist. Und er wollte wohl auch vor allem zu den "New York Football Giants". Insofern haben sich hier zwei gesucht und gefunden. Harbaugh ist der erste Big-Name-Coach dieses Franchise seit der zweimalige Super-Bowl-Sieger Tom Coughlin nach der Saison 2015 mehr oder minder freiwillig seinen Hut an den Nagel gehängt hat.
Wird er diesem Team mehr Kompetenz und Respektabilität als in den vergangenen zehn Jahren geben? Aber sicher doch! Wird er die G-Men zurück in die Erfolgsspur führen? Nun, das ist eine längere Diskussion wert.
In aller Kürze jedoch sei erwähnt, dass Harbaugh auch nur einen Super Bowl mit den Ravens gewonnen hat, und zwar nach der Saison 2012, also schon vor einiger Zeit. Seither dümpelte man auf ähnlich hohem Niveau wie Tomlins Steelers vor sich hin, hatte jedoch zuletzt mit Lamar Jackson, wenn er denn fit war, noch eine Hochphase. Doch bis auf das bereits bei Monken erwähnte AFC Championship Game nach 2023 kamen auch die Ravens in letzter Zeit nicht mehr weit. Am Ende hatte er dem Vernehmen nach wohl Teile der Kabine verloren.
Nun übernimmt er ein Team mit ein paar guten Bausteinen in Offense wie Defense, aber auch beträchtlichen Lücken. Die nahe Zukunft könnte holprig werden, da GM Joe Schoen trotz durchwachsener Jahre immer noch im Amt ist, aber nicht als direkter Vorgesetzter von Harbaugh gilt. Ebenfalls wirkt Harbaughs Wahl von Matt Nagy als OC nicht vielversprechend, wenn man sieht, was seine Chiefs-Offense speziell in den vergangenen zwei bis drei Jahren trotz Patrick Mahomes veranstaltet hat. Bäume ausreißen wird Harbaugh, nur weil er Harbaugh heißt, daher vermutlich nicht.
4. Kevin Stefanski - Atlanta Falcons
Wer es zweimal zum Coach of the Year in Cleveland (!!!) bringt, muss per se schon mal gut sein. Keine Frage. Und er war sicher nicht das Problem bei den Browns. Das Problem waren der Owner, der GM und die komplett verheerende Quarterback-Situation, in der man Stefanski mehrfach Leute vor die Nase gesetzt hat, die er offenkundig nicht wollte. Keine gute Grundlage.
Letzteres lässt mich nun aber schon perplex zurück, denn warum geht er von einer solchen Situation in die nächste? Auch in Atlanta wird er nun zunächst mal mindestens ein Jahr lang versuchen (müssen), irgendwas brauchbares aus Michael Penix Jr. herauszuholen, der offenkundig schlechter war als der 38 Jahre alte Kirk Cousins, der in der neuen Saison nicht mal mehr im Kader stehen wird. Sprich: Auch in Atlanta wird die Quarterback-Situation keine sonderlich gute sein, was die Perspektive für 2026 schon ein wenig vernebelt.
Und das alles, bevor nun die Meldung die Runde machte, dass mit James Pearce einer der besten Pass Rusher nun wohl eher im Gefängnis und nicht auf dem Platz sein wird, wenn die neue Saison losgeht. Vielversprechend ist das alles nicht, zumal die Falcons eben wegen Pearce auch keinen Erstrundenpick für 2026 haben und Penix womöglich den Saisonstart mit einem Kreuzbandriss verpasst.
Nimmt man nun noch die verwässerte Führungssituation mit Matt Ryan als "President of Football" - nicht Operations, sondern nur Football, was für mich einem Frühstücksdirektor gleichkommt - betrachtet, der rein formell über dem neuen GM Ian Cunningham steht, dann weiß ich nicht, ob Stefanski diese Entscheidung sonderlich gut durchdacht hat. Die Falcons gehen Stand jetzt womöglich nicht mal als Top-2-Kandidat in die NFC South.
3. Robert Saleh - Tennessee Titans
Auch Saleh hat den schwarzen Fleck New York Jets in seiner Vita stehen. Seine Quarterbacks dort waren Zach Wilson, ein paar Snaps lang Aaron Rodgers und dann wieder Zach Wilson. Was genau wollt ihr also von ihm? Seine Defense jedenfalls war damals nicht das Problem, was er in der vergangenen Saison bei den 49ers unter Beweis stellte, als er trotz endlos langer Verletztenliste als DC eine richtig starke Truppe aufbot, die es irgendwie komfortabel in die Playoffs geschafft hat.
Er gilt als starke Persönlichkeit und jemand, der Respekt bei seinen Spielern genießt. Er ist der Typ Coach, der ein Team herumreißen kann, wenn das Gebäude hinter ihm nicht gerade in Flammen steht. Die Messlatte ist da relativ niedrig, doch die Jets waren eben die Jets. Die Titans haben immerhin in letzter Zeit mit GM Mike Borgonzi den Flächenbrand gelöscht, jetzt geht es darum, den Neubau voranzutreiben.
Für Saleh sprechen mehrere Dinge: Zum einen hat die Defense trotz schwacher Leistungen ein paar gute Bausteine, darunter allen voran Defensive Tackle Jeffery Simmons, der es erstmals ins All-Pro Team geschafft hat, und natürlich Quarterback Cam Ward. Und um dessen Entwicklung zu fördern, holte sich Saleh Brian Daboll ins Boot, der schon ein wichtiger Faktor in der Entwicklung von Josh Allen in Buffalo war.
Das sieht also gar nicht mal so schlecht aus für Salehs zweiten Anlauf als Head Coach.
2. Jesse Minter - Baltimore Ravens
Auch hier muss man zumindest mal hinterfragen, ob es der richtige Ansatz ist, jemanden zu holen, der Connections zu seinem Vorgänger hat. Minter war ein Assistant unter John Harbaugh von 2017 bis 2020 in Baltimore. Anschließend arbeitete er hauptsächlich unter Jim Harbaugh, zuerst bei Michigan und dann bei den Chargers.
Seine Defense aber war in den vergangenen zwei Jahren eine der besten der NFL und das trotz öfter mal größerer Personalnot. Das Talent-Level insgesamt ist nun auf der defensiven Seite aktuell nicht so hoch in Baltimore wie zuletzt in Los Angeles, vor allem, was die Front angeht, doch dürfte es Minter vor allem hinbekommen, aus der hochveranlagten Secondary mehr zu machen als seine Vorgänger.
Generell hat sich Minter stetig verbessert und war ein sehr gefragter Mann im diesjährigen Coaching-Karrussell. Seine Defense war einer der Hauptgründe, warum die Chargers so gut waren in der vergangenen Saison. Und er bringt eben auch die lange in Baltimore verankerte Mentalität von dominanter Defense mit, was sicherlich gut ankommen wird.
Wichtig war zugleich, einen Offensive Coordinator zu finden, der das Maximale aus Jackson und der Offense herausholen kann. Die Wahl viel auf Declan Doyle, der seine Anfänge als Coach in der NFL unter Sean Payton in New Orleans und dann Denver hatte und schließlich im Vorjahr der OC unter Ben Johnson in Chicago war. Sprich: Run Game ist ein großer Faktor in dem, wofür er als Offensivcoach steht. Keine schlechte Formel für eine Offense mit Lamar und Derrick Henry an der Spitze.
Die Ravens waren sicherlich eine der attraktivsten Stellen und insgesamt machte diese Coach-Wahl am meisten Sinn, wenn man betrachtet, wo hier vor allem der Schuh drückte.
1. Klint Kubiak - Las Vegas Raiders
Kubiak war schon vor seinem Triumph in Super Bowl LX mit den Seahawks meine Nummer 1 in diesem Ranking. Das ändert dann auch die Tatsache nicht, dass seine Offense keinen sonderlich guten Tag im Big Game hatte - die Seahawks-Offense hatte nur eine Success Rate von 34,2 Prozent im Spiel! Doch auf dem Weg nach San Francisco waren sie eine der besten Offenses der NFL und das mit einem Quarterback Sam Darnold, der immer noch nicht zur Elite zählt.
Betrachtet man die Gesamtsituation in Las Vegas, dann gibt es einiges zu tun und einige Baustellen sind zu beackern. Doch die Idee, dass hier ein junger, innovativer Coach aus dem erweiterten Shanahan/McVay-Tree, der das Shanahan-Scheme beherrscht und schon nachweislich Erfolg als Playcaller hatte, nun damit betraut wird, den besten Quarterback seiner Klasse, Heisman-Gewinner Fernando Mendoza, zu entwickeln, macht einfach sehr viel Sinn.
Zu oft hatten wir jetzt die Konstellation, dass ein schon vorhandener erfolgloser Head Coach den Top-QB der Draft-Klasse bekommt, weiter erfolglos bleibt und noch in dessen Rookie-Saison gefeuert wird, ehe man einen für ihn richtigen Head Coach engagiert. Nicht dieses Mal. Dieses Mal bekommt der neue Coach direkt mal den neuen Quarterback, sodass beide zusammen wachsen können - mit voller Rückendeckung der sportlichen Leitung um General Manager John Spytek und natürlich Teilhaber Tom Brady, der sicherlich auch ein paar Tipps für beide parat haben wird.
Die Gesamtsituation, speziell in der Offensive Line, muss verbessert werden, aber die Grundlage für eine bessere Zukunft in der Stadt der Sünde ist mit dieser Verpflichtung schon mal geschaffen.
Das Head-Coach-Ranking im Überblick
| Rang | Head Coach | Team | Vorheriges Team (Funktion) |
|---|---|---|---|
| 1 | Klint Kubiak | Las Vegas Raiders | Seattle Seahawks – Offensive Coordinator/Playcaller |
| 2 | Jesse Minter | Baltimore Ravens | Los Angeles Chargers – Defensive Coordinator |
| 3 | Robert Saleh | Tennessee Titans | San Francisco 49ers – Defensive Coordinator |
| 4 | Kevin Stefanski | Atlanta Falcons | Cleveland Browns – Head Coach |
| 5 | John Harbaugh | New York Giants | Baltimore Ravens – Head Coach |
| 6 | Jeff Hafley | Miami Dolphins | Green Bay Packers – Defensive Coordinator |
| 7 | Joe Brady | Buffalo Bills | Buffalo Bills – Offensive Coordinator |
| 8 | Mike LaFleur | Arizona Cardinals | Los Angeles Rams – Offensive Coordinator |
| 9 | Mike McCarthy | Pittsburgh Steelers | Dallas Cowboys – Head Coach (bis 2024) |
| 10 | Todd Monken | Cleveland Browns | Baltimore Ravens – Offensive Coordinator |






