Kevin Großkreutz und Jermaine Jones trafen als große Rivalen viermal in den Revierderbys mit Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 aufeinander. Legendäre Duelle in der Fußball-Bundesliga, in denen die beiden einstigen Publikumslieblinge ihrer Klubs eine ganz spezielle Beziehung zueinander hatten. Vor allem eine Szene blieb den Schalker Fans bis heute in Erinnerung. 14 Jahre später sprachen Großkreutz und Jones nun noch einmal darüber.
Das Revierderby am 14. April 2012 gewann der BVB auf dem Weg zur zweiten deutschen Meisterschaft unter Jürgen Klopp auswärts auf Schalke mit 2:1.
Trotz der bevorstehenden Niederlage brandete in der Veltins-Arena in der Schlussphase noch einmal riesiger Jubel auf - und das aufgrund eines Foulspiels.
In der 83. Minute grätschte Jermaine Jones kompromisslos und brutal den Dortmunder Kevin Großkreutz an der Seitenlinie ab. Der Ur-Dortmunder, zu dieser Zeit so etwas wie das Feindbild schlechthin für die Königsblauen, wurde spektakulär von den Beinen geholt, durfte sich aber zehn Minuten später über den Derbysieg in Gelsenkirchen feiern.
Jones: "Gehst hin und haust den weg"
Im Podcast "Viertelstunde Fußball", der von Kevin Großkreutz gemeinsam mit Cornelius Küpper betrieben wird, klärte Jermaine Jones nun über die bis heute legendäre Grätsche gegen seinen damaligen Widersacher auf.

"Um ehrlich zu sein: Du bist mir einfach auf den Sack gegangen! Mit deiner Art, weil du die Schalke-Fans auch provoziert hast. Die konnten dich nicht greifen, also musste ich für die eintreten. Dafür bin ich dann da hingegangen, das ist ja auch legendär geworden", meinte der mittlerweile 44-Jährige über die Szene aus dem April 2012, die bis heute millionenfach in den sozialen Medien angesehen und geteilt wurde.
"Ich wollte dich damit nicht verletzten, das muss ich auch sagen. Es war eher so: Ok, jetzt gehst du dahin, haust den weg und nimmst die Gelbe Karte mit. Aber es war gut für die Fans", führte Jones dazu weiter aus.
Mittlerweile kommen die beiden Erzrivalen von damals gut miteinander aus, wie Jones und Großkreutz beide in dem Podcast bestätigten.
Der US-Amerikaner ist noch immer großer Anhänger des FC Schalke 04, ist dabei zuletzt sogar sehr nah an der Mannschaft gewesen, indem er eine Woche lang unter Cheftrainer Miron Muslic hospitieren durfte.
Jones glaubt an Aufstieg des FC Schalke 04
Der S04-Coach ist nach Ansicht Jones' ohnehin der große Faktor, warum die Königsblauen derzeit auf Platz eins der zweiten Liga rangieren.
"Die Ruhe, die der Trainer wieder reingebracht hat, war wichtig. Der Verein ist so groß, dass wenn es negativ läuft, kann es wirklich richtig reinsacken. Das ist über die Jahre hinweg auch so passiert. Dann hast du den einen oder anderen Trainer reingebracht und versucht, den Fußball neu zu erfinden. Obwohl du eigentlich weißt, dort geht es erstmal nur um malochen. Dann verzeihen die dir wirklich alles. Diese Tugenden hat Miron Muslic wieder zurückgebracht", meinte der Ex-Profi, der 129 Bundesliga-Spiele für den FC Schalke bestritt.
Jones zeigte sich zuversichtlich, dass die Knappen trotz der jüngsten Ergebniskrise von vier Spielen ohne Sieg am Ende den Sprung zurück in die Bundesliga schaffen werden.



























