Luxus-Hotel in Antholz statt olympisches Dorf in Mailand: Die Biathlon-Teams von Schweden, Norwegen und Frankreich werden sich während der Spiele eine Herberge direkt an der Strecke teilen. Die üblichen Sticheleien wird es wohl vor allem unter den Erzrivalen geben, Probleme erwarten die Verantwortlichen aber nicht - auch und vor allem nicht beim Essen.
Das Falkensteiner Hotel in Antholz beherbergt während der Olympischen Spiele 2026 einen Großteil der Biathlon-Prominenz. Mit Frankreich, Norwegen und Schweden haben sich direkt drei Top-Nationen eingebucht. Das aus einem einfachen Grund: Das Hotel liegt gerade einmal einen Kilometer von der Wettkampfstätte entfernt. Bequemer geht's nicht.
"Wir haben uns schon sehr früh nach Hotels umgesehen. Die Überlegungen haben schon vor vier Jahren begonnen. Wir wollten nah an der Arena und in der Höhe sein. Das hier ist eine gute Option", begründete Schwedens Chefcoach Johannes Lukas auf einer PK am Mittwoch die Herbergs-Auswahl.
Schweden und Norwegen vereint der Abend-Kaffee
Dass mit Norwegen und Frankreich die unmittelbare Konkurrenz ebenfalls dort nächtigt, begrüßt Lukas sogar. "Wir haben die gleichen Vorstellungen davon, wie ein Team funktionieren sollte, wie man sich im Essensraum verhalten sollen und was zu tun ist, wenn jemand krank wird."
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Ein weiterer Bonus: In einem ganz wichtigen Bereich ticken die Schweden und die Norweger ähnlich. "Für uns Schweden ist es gut mit Norwegern zu wohnen, weil sie auch ihren Abend-Kaffee mögen. Das kann also schon mal leicht gelöst werden. Mit einer anderen Nation, die das nicht mag, wäre es schwerer geworden", erklärte er mit einem Schmunzeln.
Biathlon-Teams klären die Essens-Frage
Lukas verriet darüber hinaus, dass die drei Top-Nationen im Vorfeld gemeinsam im Hotel tätig waren. "Wir haben einen Teil des Fitnessraums im Keller zusammen gebaut", erklärte er.
Einigkeit herrsche teamübergreifend zudem, was das Essen angehe. "Wir haben uns darauf verständigt, welches Essen wir wollen und wie wir es wollen. Es wäre natürlich deutlich komplizierter gewesen, wenn ein Restaurant vier verschiedene Buffetts hätte vorbereiten müssen. Wir haben uns geeinigt und es war eine sehr gute Zusammenarbeit", fasste Lukas zufrieden zusammen.
Wer die Biathlon-Stars der drei Top-Nationen in den Olympia-Tagen aus nächster Nähe betrachten will, hat übrigens die Chance dazu. Derzeit ist das Hotel während der Spiele noch nicht zu 100 Prozent ausgebucht. Einzelne Zimmer sind noch zu haben - für den schmalen Preis von 990 Euro pro Nacht.
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