Die Olympischen Winterspiele in Italien werden am Freitag mit einer Feier offiziell eröffnet. Dann drohen womöglich Pfiffe und Buhrufe gegen die amerikanische Delegation. Das IOC hofft auf etwas anderes.
Am Freitag starten die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Die Vorfreude ist groß. Es gibt aber auch Sorgen und Bedenken.
Der Delegation der USA könnten bei der Eröffnungsfeier im San Siro ungemütliche Reaktionen des Publikums blühen. Diese Befürchtung steht zumindest im Raum, da es in den vergangenen Tagen viel Kritik und Proteste um den geplanten Einsatz von ICE- und Border-Control-Beamten in Norditalien gab.
Die Mitarbeiter der Heimatschutzbehörde werden den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums bei den Olympischen Spielen (6. bis 22.2.) unterstützen. Die ICE- und Grenzschutzbeamten stehen in den USA massiv in der Kritik. In Minneapolis hatten sie Anfang des Jahres zwei US-Bürger erschossen.
Die Berichte über den Einsatz der Beamten in Italien lösten heftige Gegenwehr und Proteste aus. Auch Politiker bezogen klar Stellung, auch wenn schnell versichert wurde, dass an diese Maßnahme nicht außergewöhnlich sei.
IOC flötet den Frieden herbei
Der US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio werden zu der Veranstaltung im San Siro erwartet.
Beim Olympischen Komitee hofft man derweil auf friedliche Stimmung rund um die Feier. "Ich hoffe, dass die Eröffnungsfeier von allen als Gelegenheit gesehen wird, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen", antwortete IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Mittwoch auf einer Pressekonferenz auf die Frage, ob sie Bedenken habe, dass amerikanische Sportler oder Offizielle ausgebuht werden könnten.
"Als wir ins (Olympia-)Dorf gingen, wurde uns wieder bewusst, wie wir sein sollten", sagte Coventry weiter. "Man sieht dort Sportler aus allen Gesellschaftsschichten. Niemand fragt, aus welchem Land sie kommen oder welcher Religion sie angehören. Sie sind einfach nur zusammen."
Dies sei eine "echte Gelegenheit, zu verdeutlichen, wie wir sein könnten", führte sie aus. "Ich hoffe, dass die Eröffnungsfeier allen vor Augen führen wird, wie wir sein könnten", so Coventry.




