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Mittel der Top-Nationen als Problem für die Kleinen

Biathlon-Underdog klagt: "Wir haben zwei Techniker, sie 24"

Dmitrii Shamaev
Dmitrii Shamaev
Foto: © IMAGO/christian heilwagen
05. Februar 2026, 09:18
sport.de
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Der gebürtige Russe Dmitrii Shamaev geht seit einigen Jahren im Biathlon-Weltcup für Rumänien an den Start. Echte Chancen gegen die Top-Nationen hat er nicht. Auch, weil Norwegen und Co. ganz andere Voraussetzungen haben. Vor allem beim Material.

Das rumänische Team gehört nicht nur bei Olympia, sondern auch im Weltcup zu den ganz "Kleinen" im Biathlon-Zirkus. Das Leistungsniveau der Athletinnen und Athleten ist beachtlich, allerdings nicht hoch genug, um regelmäßig unter die besten 30 zu laufen. Neidisch schaut ein Mitglied des Teams vor allem nach Norwegen. 

"Am Ende kommt es auf das Geld an", sagte Dmitrii Shamaev im "sportsdaily"-Interview mit Blick auf die Materialvorteile, die die Skandinavier unter anderem den Rumänen gegenüber haben. "Wenn man Geld hat", so der 30-Jährige weiter, "hat man auch all die Spezialisten".

Kleine Biathlon-Nationen haben "keine Chance"

Shamaev führte weiter aus: "Zum Vergleich: Wir haben zwei Leute, die unsere Skier vorbereiten, die Norweger haben 24. Zwölf stehen an der Maschine, zwölf an der Strecke. Sie haben einfach viel mehr Material zur Verfügung und eine viel größere Auswahl. Wir haben das nicht."

"Der finanzielle Faktor ist wichtig, um sicherzustellen, dass sie das bestmögliche Material haben, von den Skier bis hin zu den Spezialisten", ergänzte er. 

Dieser Materialvorteil hat durch das Fluorid-Verbot noch einmal eine neue Dimension angenommen. "Das hat den Wettbewerb gekillt. Es ist für drittklassige Nationen wie Rumänien oder Moldau unmöglich, mitzuhalten. Wir haben keine Chance, weil unsere Skier so viel schlechter als die der Top-Teams sind."

Auch die Ausbildung der jungen Biathleten sei in Norwegen auf einem ganz anderen Niveau, so der Rumäne weiter. "Sie haben ein gut strukturiertes Trainingssystem, das mit den jungen Athleten startet und sich bis in das Senioren-Team zieht." Auch dies sei in kleineren Nationen in dieser Form nicht vorhanden. 

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