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Motor-Tricksereien in der Formel 1?

Horner reagiert auf Schummel-Vorwürfe gegen Red Bull

Christian Horner war 20 Jahre Teamchef bei Red Bull
Christian Horner war 20 Jahre Teamchef bei Red Bull
Foto: © IMAGO/Sven Severing
05. Februar 2026, 09:00
sport.de
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Die Formel 1 ist noch nicht mal in die Saison gestartet und schon machen Betrugsvorwürfe die Runde. Mercedes und Red Bullen schummeln bei den Motoren, lautet der Vorwurf der Konkurrenz. Der frühere Bullen-Boss Christian Horner reagiert vielsagend.

Wie hätte es auch anders sein können? Die brandneuen Formel-1-Motoren hatten bei den ersten Testfahrten der Königsklasse in Barcelona noch nicht einmal aufgeheult, da standen die Triebwerke schon im Zentrum eines angeblichen Schummel-Gates.

Es geht um die Motoren von Mercedes und Red-Bull/Ford - genauer um die Verdichtung in den Zylindern. Das Portal "The Race" berichtete mit Verweis auf hochrangige Quellen schon Ende Dezember, die beiden Teams hätten einen Weg gefunden, das so genannte Verdichtungsverhältnis in ihren Motoren über den in den Regularien theoretisch festgelegten Grenzwerte von 16:1 auf 18:1 zu erhöhen - ohne dabei direkt gegen die Regeln zu verstoßen. 

Seither tobt in der Formel 1 Streit um das Messverfahren zur Verdichtung.

Denn die FIA misst das Verdichtungsverhältnis, wenn die Motoren noch kalt sind. Red Bull und Mercedes sollen einen Trick gefunden haben, das Verdichtungsverhältnis über die Grenze zu erhöhen, sobald die Motoren heiß sind. Anders ausgedrückt: Wenn gemessen wird, erfüllen sie Vorgaben. Sobald die Wagen auf der Strecke sind, überschreiten sie die Grenze. 

Video:

Formel 1: "Es geht darum, wie man die Regeln interpretiert"

Die Konkurrenz von Ferrari, Honda und Audi wittert einen unlauteren Wettbewerbsvorteil ihrer Konkurrenz. Der Weltverband FIA zeigt sich offen, dass Messverfahren zu ändern. Einstweilen bleibt aber alles wie es ist.

Red Bulls früherer Teamchef Christian Horner wertet die Schummel-Diskussion um Mercedes- und sein Ex-Team als branchenüblich heiße Luft.

Von dem australischen TV-Sender "Today" mit den Betrugsvorwürfen konfrontiert, sagte er: "Das ist eine gewagte Behauptung. In der Formel 1 geht es darum Grenzen auszureizen. Es geht darum, wie man die Regeln interpretiert. So ist es schon immer gewesen und so wird es immer sein."

Dieses Ausloten sei auch notwendig, um in der Motorsport-Königsklasse erfolgreich zu sein, so der Brite. "Die Teams, die am konservativsten sind, sind die Teams, die nie vorne stehen. Man muss die Grenzen ausreizen."

Es sei völlig klar, dass "einige der besten Ingenieure auf diesem Planeten" beim Blick in das neue Motoren-Regelwerk der Formel 1 denken: "Okay, wie kann ich die Leistung maximieren." 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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