Schon vor dem Olympia-Start schreibt Biathletin Rebecca Passler Schlagzeilen. Nach ihrer vorläufigen Dopingsperre reagiert der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees deutlich. Er mahnt zur Ruhe und stellt sich hinter die Athletin.
Der positive Dopingtest der italienischen Biathletin Rebecca Passler schockiert die Wintersport-Szene.
Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italien (CONI) mahnt zur Ruhe und stellt sich hinter die Athletin.
"Noch wissen wir sehr wenig", sagte CONI-Landespräsident Alex Tabarelli den "Südtirol News". Der Funktionär spricht im Zuge dessen von einem "menschlichen Drama" für die 24-Jährige.
Besonders bitter: Passler stammt aus Südtirol, dort finden auch die Biathlon-Wettbewerbe bei Olympia statt. Doping-Skandal statt Heimspiel.
Die Vorwürfe würden das Team sehr belasten, berichtete Tabarelli weiter.
"Menschliches Drama" für Passler - auch Freund leidet
Er warnt davor, voreilige Schlüsse zu ziehen und mahnt: Zwar sei eine verbotene Substanz entdeckt worden. Allerdings sei unklar, in welchem Ausmaß. Auch die Auswertung der B-Probe fehle noch, sagte er.
Der Landespräsident ist von dem Vorfall überrascht. Er lege die Hand für Passler ins Feuer, dass sie nicht die Absicht hatte, mit einem Dopingmittel ihre Leistung zu steigern.
Wie zunächst mehrere italienische Medien berichteten und der nationale Verband später bestätigte, wurde in einer Dopingprobe von Passler Letrozol, ein Mittel zur Senkung des Östrogenspiegels sowie Steigerung des Muskelaufbaus und der Leistungsfähigkeit, nachgewiesen. Seit 2008 steht Letrozol, das vorwiegend bei der Behandlung von Brustkrebs genutzt wird, auf der Dopingliste.
Unterdessen leidet auch Passlers Lebensgefährte, der österreichische Biathlet Dominic Unterweger. "Auf emotionaler Ebene, in privater Natur betrifft ihn das natürlich. Für ihn ist es eine harte Zeit, es geht jetzt darum, ihn so gut wie möglich vorzubereiten und zu schauen, dass er den Fokus hält", sagte Österreichs Biathlonchef Christoph Sumann zur "APA".
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