Rund ums Weserstadion herrscht Endzeitstimmung: Während die Mannschaft von Werder Bremen Richtung Abstiegszone taumelt, wächst die Kritik an den Verantwortlichen massiv. Speziell Geschäftsführer Clemens Fritz steht dabei im Fokus, Klubmitglieder wollen den Ex-Profi via Petition abberufen. Zu allem Überfluss gibt's jetzt auch noch Hohn und Spott von den Fans des Erzrivalen HSV.
Tiefschläge auf dem Trainermarkt, Tiefschläge auf dem Spielermarkt - am 127. Geburtstag des Vereins am 4. Februar dürfte Werder Bremens Klubchef Clemens Fritz so gar nicht nach Feiern zumute sein.
Nach der Absage von Wunschkandidat Bo Svensson ist noch immer unklar, wer den glücklosen Horst Steffen als Übungsleiter ersetzen wird, hinzu kommt eine Nullrunde auf der Zugangsseite am Deadline Day, obwohl auf mehreren Positionen aktuer Handlungsbedarf bestand.
Wasser auf die Mühlen der Kritiker von Clemens Fritz, dessen oftmals unglückliche Personalentscheidungen in den vergangenen zwei Jahren von großen Teilen der Anhängerschaft als Hauptgrund für die Misere gesehen werden.
Deshalb startete ein SVW-Mitglied unlängst eine Petition, um eine Mitgliederversammlung zu erwirken, auf der die Arbeit des ehemaligen Bremer Kapitäns kritisch hinterfragt werden soll.
Von 7.000 benötigten Unterschriften sind mittlerweile knapp 6.500 abgegeben worden, Gespräche über die tatsächliche Umsetzung einer Versammlung laufen aktuell.
HSV-Fans verhöhnen Anti-Fritz-Petition mit Gegen-Petition
Auch bei den Fans des Nordrivalen wird das Werder-Chaos aufmerksam verfolgt: HSV-Anhänger riefen nun augenzwinkernd eine Gegen-Petition ins Leben mit dem Titel "Clemens Fritz muss bleiben!".
In der mitgelieferten Beschreibung heißt es: "Clemens Fritz ist das Beste, was dem glorreichen SV Werder Bremen passieren konnte! Er muss für immer bleiben!"
Dass von den geforderten 30.000 Unterschriften bisher erst 40 eingegangen sind, dürfte die Initiatoren derweil wenig stören. Auch im Fußball gilt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.





























