Nachdem die Rufe der Teameigner der NFL-Teams nach einem 18. Saisonspiel wieder lauter geworden sind, hat sich nun der aktuelle Chef der Spielergewerkschaft NFLPA dazu im Vorfeld von Super Bowl LX klar positioniert.
Der Interims-Executive-Director der NFLPA, David White, sagte am Dienstag in San Francisco/Kalifornien: "Unsere Mitglieder haben kein Verlangen nach einem 18. Spiel in der regulären Saison."
Dabei verwies er auf Bedenken hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit der Spieler, die mit einer längeren Saison einhergehen. "Das 18. Spiel ist für uns keine Nebensächlichkeit. Es ist ein sehr ernstes Thema. Das ist etwas, das Gegenstand von Verhandlungen ist, und nichts wird vorangehen, bis die Spieler die Gelegenheit haben, all diese Faktoren zu bewerten, sie in Betracht zu ziehen und dann durch Verhandlungen einem 18. Spiel zuzustimmen oder nicht."
Und White betonte nochmals: "Aber nach derzeitigem Stand haben die Spieler sehr deutlich gemacht, dass sie keinerlei Interesse daran haben."
Commissioner bremst Erwartungen
Schon am Montag hatte NFL Commissioner Roger Goodell bei diesem Thema auf die Bremse getreten und erklärt, dass es "keine ausgemachte Sache" sei, "dass wir das tun werden" und verwies vielmehr darauf, dass hierfür Verhandlungen mit der NFLPA nötig sind, die noch nicht stattgefunden haben.
Zuletzt hatte Patriots-Owner Robert Kraft offen über den Wunsch der Teameigner, den Spielplan auf 18 Partien pro Team zu erhöhen, gesprochen. Er sagte gegenüber "98.5 The Sports Hub": "Ich möchte euch eines sagen: Wir werden jetzt richtig Gas geben, um das internationale Geschäft für uns noch wichtiger zu machen. Jedes Team wird auf 18 Spiele und zwei Bye Weeks gehen und eines der Preseason-Spiele streichen. Jedes Team wird jedes Jahr ein Spiel im Ausland bestreiten. Ein Grund dafür ist, dass wir die Gehaltsobergrenze weiter erhöhen und unsere Spieler zufriedenstellen können."
NFLPA-Präsident Jalen Reeves-Maybin betonte wiederum ebenso, dass es noch keinerlei Gespräche gab und, dass man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen werde durch Aussagen einzelner Teameigner: "Es gibt 31 Eigentümer, und sie alle haben unterschiedliche Pläne und Meinungen zu den Dingen", sagte Reeves-Maybin auf die Frage, ob das zusätzliche Spiel unvermeidlich sei. "Vielleicht ist dies ihre Art zu versuchen, Einfluss zu nehmen. (...) Wir haben keinerlei Diskussionen über ein 18. Spiel begonnen. Es ist nichts, worüber die Spieler begeistert sind oder was sie wirklich vorantreiben wollen. Wir investieren viel Arbeit und liefern jedes Jahr ein gutes Produkt ab - wir sehen einfach nicht die Notwendigkeit dafür."





