Trotz eines bisher enttäuschenden Weltcup-Winters hat Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher den Glauben an seine DSV-Adler nicht verloren - und formuliert für die Olympischen Spiele ein durchaus ambitioniertes Medaillen-Ziel.
Bei den bisherigen Saison-Highlights spielten die deutschen Skispringer keine Rolle. Bei der Vierschanzentournee landete Felix Hoffmann als bester Deutscher auf Rang sechs, konnte beim Kampf um den Goldenen Adler aber kein Wörtchen mitsprechen.
Und bei der Skiflug-Heim-WM in Oberstdorf Ende Januar hatten die DSV-Adler bei der Medaillenvergabe ebenfalls nichts zu kamellen: Im Team reichte es nur zu Rang vier, im Einzel war erneut Raimund als abgeschlagener 13. der Klassenbeste.
Den schwachen Ergebnissen zum Trotz rechnet sich Bundestrainer Stefan Horngacher bei den Olympischen Wettkämpfen auf den Schanzen in Val di Fiemme einiges aus.
"Wenn wir am Ende des Tages zwei Medaillen gewinnen, aus der Situation vorher heraus, dann wäre ich eigentlich sehr zufrieden", sagte der Österreicher, der seine Schützlinge in Form wähnt: "Zutrauen würde ich es jedem. Das ist ganz klar."
Das gilt auch für "Sorgenkind" Andreas Wellinger, der diese Saison lange hinterhersprang, beim Heim-Weltcup in Willingen mit Platz acht aber einen möglichen Turnaround eingeleitet hat.
Skispringen: Stefan Horngacher hat Mitleid mit Karl Geiger
Der zweimalige Olympiasieger habe in der Vergangenheit bereits bewiesen, was er "kann zu gewissen Zeiten", sagte Horngacher. Heißt: "Bei speziellen Wettkämpfen noch ein bisschen was mobilisieren."
Wellinger sei "durch ein Tal gegangen, aber ab jetzt geht es bergauf", so der 56-Jährige. Ob der 30-Jährige allerdings in Predazzo "den Gipfel bei Olympia schon erreicht", wisse er nicht.
Dass Karl Geiger, der ebenso wie Wellinger in Willingen ein anderes Gesicht zeigte und sogar aufs Podest sprang, den Olympia-Zug "verpasst hat, tut mir echt leid", sagte Horngacher.
Geiger hatte vor Willingen die Olympia-Norm nicht geschafft. Das Ergebnis im Sauerland sei "halt ein bisschen zu spät gewesen", so der Tiroler.
Geiger bleibt lediglich die Rolle als Ersatzmann. Gesetzt sind im deutschen Team Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Andreas Wellinger.
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