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"Ich kann kaum daran denken ..."

Weltcup-Dominatorin wegen Olympia am Boden zerstört

Ida Hagen darf nicht bei den Olympischen Spielen starten
Ida Hagen darf nicht bei den Olympischen Spielen starten
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Matthias Trinkl
03. Februar 2026, 10:09
sport.de
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Die Nordische Kombination war bei Olympischen Spielen aus deutscher Sicht meist ein Garant für Medaillen: 2022 holte der DSV Silber im Team und Gold durch Vinzenz Geiger auf der Normalschanze. Die olympische Zukunft der Sportart steht allerdings in den Sternen. 2026 starten nur die Herren, 2030 müssen die Frauen wohl ebenfalls aufgenommen werden - oder es droht der Komplett-K.o. Dass die Frauen 2026 nicht dabei sind, sorgt jetzt bereits für lange Gesichter.

Die Nordische Kombination ist die einzige Sportart im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026, bei der nicht beide Geschlechter an den Start gehen. Ein Umstand, der bei einer der Top-Athletinnen der jungen Sportart für einen regelrechten Schockzustand sorgt.

"Ich kann kaum daran denken, weil ich dann sehr traurig werde. Es wird schwierig sein, die Olympischen Spiele von zu Hause aus zu verfolgen", erklärte die norwegische Weltcup-Dominatorin Ida Hagen nach ihrem jüngsten Sieg in Seefeld, von "TV2" damit konfrontiert, dass sie in Mailand und Cortina nicht nach Edelmetall greifen darf.

Zukunft der Nordischen Kombination steht auf dem Spiel

"Wir hätten einen Platz dort verdient gehabt. Nicht nur wegen der Gleichberechtigung, sondern auch, weil wir eine coole Sportart sind", so Hagen, die mit insgesamt 20 Siegen im seit dem Winter 2020/21 ausgetragenen Weltcup die zweiterfolgreichste Athletin der Geschichte ist.

Norwegens Sportdirektor Ivar Stuan ergänzte: "Es ist fast unmöglich, in Worte zu fassen, wie schlimm es", für die norwegischen Frauen ist, zum Zusehen verdammt zu sein.

Brisant ist das Aus auch, da die Zukunft der gesamten Sportart auf dem Spiel steht. Schaffen es die Damen 2030 nicht ins Programm, würde dies wohl auch das Aus für die Männer bedeuten. Das betonte unlängst auch DSV-Sportcehf Horst Hüttel, der von einem "Riesenfehler" sprach.

In den Fokus der Kritik rückte die Nordische Kombination vor allem, da nur wenige Nationen echte Aussichten auf Erfolge haben. Ein Umstan, den Hagens Dominanz natürlich nicht wirklich mindert.

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