Am Montag sorgte ein positiver Doping-Test der Italienerin Rebecca Passler für ein mittelschweres Beben im Biathlon-Zirkus. Der nationale Verband reagierte prompt, zog die 24-Jährige aus dem Verkehr und verhindert somit auch einen Start bei den anstehenden Olympischen Spielen. Unterstützung darf sich Passler von der FISI dennoch erhoffen. Das machte Präsident Flavio Roda inzwischen klar.
"Der Verband prüft den Vorfall bereits in diesen Stunden eingehend und beabsichtigt, seine Athletin an allen geeigneten Stellen zu unterstützen", erklärte der Boss des italienischen Verbandes, stellte jedoch auch klar, dass eine gründliche Untersuchung oberste Priorität habe.
"Es ist unerlässlich, der Sache auf den Grund zu gehen, um jeden Zweifel auszuräumen, der die Karriere von Rebecca und das Ansehen des Verbandes schwer beeinträchtigen könnte", führte Roda am Montagabend in einer ersten Stellungnahme aus.
Wie zunächst mehrere italienische Medien berichteten und der nationale Verband später bestätigte, wurde in einer Dopingprobe von Passler Letrozol, ein Mittel zur Senkung des Östrogenspiegels sowie Steigerung des Muskelaufbaus und der Leistungsfähigkeit, nachgewiesen. Seit 2008 steht Letrozol, das vorwiegend bei der Behandlung von Brustkrebs genutzt wird, auf der Dopingliste.
Passler-Aus trifft auch Wierer und Vittozzi
Die Nationale Italienische Dopingagentur (NADO) verkündete daraufhin, dass Passler mit sofortiger Wirkung gesperrt wird und somit nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen kann. Von der Biathletin selbst gab es bislang keine Reaktion.
Passler ist hinter den beiden Topstars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi derzeit die dritterfolgreichste italienische Skijägerin im Weltcup.
Das Olympia-Aus Passlers bedeutet vor allem einen dicken Dämpfer für die Ambitionen der Italienerinnen in der Frauenstaffel. Passler wäre dort wohl gesetzt gewesen, nun dürften Hannah Auchentaler und Michela Carrara neben Wierer und Vittozzi starten.
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