Albert Riera hat bei seinem ersten Arbeitstag betont, nicht zufällig in der Bundesliga gelandet zu sein. Der neue Cheftrainer von Eintracht Frankfurt wusste schon lange, wohin sein Weg ihn mal führen sollte.
"Ich bin seit etwa zwei Jahren überzeugt, dass die Bundesliga der nächste Schritt ist, den ich machen möchte", sagte der Spanier bei seiner Vorstellung im Vereins-TV der Hessen.
Selbstbewusst fügte er hinzu: "Ich bin bereit für diesen Schritt. Ich bin überzeugt, dass es der richtige Schritt und der richtige Verein ist."
Der 43-Jährige ließ keinen Zweifel daran, dass seine Entscheidung bewusst und wohlüberlegt war. Trotz großer Wertschätzung für den Fußball in Spanien oder die italienische Serie A stand für ihn fest, "nach Deutschland gehen und dort arbeiten" zu wollen. Diese Klarheit spiegelte sich auch in seinen ersten Aussagen darüber wider, was Fans und Verein von ihm erwarten dürfen.
Riera versprach keine schnellen Erfolge und keine Garantien: "Wenn ich zu einem Verein komme, sage ich als Erstes, dass ich keine Titel, keine Siege und keine Punkte versprechen kann", erklärte er nüchtern.
Stattdessen stellte er etwas anderes in den Mittelpunkt seiner Vision: "Dass wir mehr als nur Ergebnisse schaffen werden. Wir werden einen Stil, eine Identität schaffen. Eine Möglichkeit für all die Menschen, die Eintracht Frankfurt lieben, sich mit uns zu identifizieren und stolz darauf zu sein, wie wir Dinge angehen."
Riera weiß: "Im Fußball gibt es keinen Kredit"
Fußballerisch soll dieser Ansatz klar erkennbar sein. Riera sprach davon, dass der Stil, den er etablieren möchte, "vieles vom Tiki-Taka widerspiegeln" werde, schränkte jedoch ein: "Aber das bedeutet nicht alles."
Riera trat am Montag die Nachfolge von Dino Toppmöller bei den Adlerträgern an. Sein erstes Pflichtspiel als Eintracht-Coach bestreitet er am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel bei Union Berlin (20:30 Uhr).
Zuletzt arbeitete der Spanier bei NK Celje in Slowenien, wo er Meister und Pokalsieger wurde. Sportliche Erfolge, die Riera selbst nüchtern einordnete: "Das ist ein guter Start. Aber im Fußball gibt es nie genug", sagte Riera und machte klar: "Was geschehen ist, ist geschehen und in der Vergangenheit. Im Fußball gibt es keinen Kredit."





























