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Das ist das "Geheimrezept"

Björndalen erklärt norwegische Biathlon-Dominanz

Die norwegischen Biathleten mischen munter in der Weltspitze mit
Die norwegischen Biathleten mischen munter in der Weltspitze mit
Foto: © IMAGO/Christian Einecke
03. Februar 2026, 07:26
sport.de
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Jahrelang dominierte Norwegen angeführt von Johannes Thingnes Bö den Biathlon-Weltcup. Obwohl der 32-Jährige sowie sein älterer Bruder Tarjei inzwischen im Ruhestand sind, mischen auch die Nachfolger weiter munter in der Weltspitze mit. Eine Entwicklung, die Ikone Ole Einar Björndalen keinesfalls überrascht.

Im Gespräch mit "Laola1" wurde der 52-Jährige auf das "Geheimrezept" des norwegischen Biathlons angesprochen. "Zunächst natürlich hartes Training. Wir haben eine Vielzahl an Athletinnen und Athleten und einen sehr starken Nachwuchs", erklärte er: "Bei den Männern sind viele Athleten sehr eigenständig. Natürlich haben sie Trainer, aber sie denken sehr wissenschaftlich und entwickeln sich daher auch eigenständig weiter."

Biathlon sei in seinem Heimatland mehr eine "Kultur" als nur ein Sport. Das mache - gerade in der Nachwuchsförderung - einen großen Unterschied: "Ein wichtiger Faktor sind auch die Eltern, die sich sehr viel Zeit für ihre Kinder und den Sport nehmen. Es ist nicht nur das Training wichtig, sondern auch der soziale Faktor. Man ist im Biathlon in Norwegen eine große Familie. Der Zusammenhalt ist sehr groß."

Biathlon: Björndalen hatte "noch dominantere Norweger" erwartet

Mit Shootingstar Johan-Olav Botn, Johannes Dale-Skjevdal und Vetle Sjåstad Christiansen sind auch nach dem Rücktritt der Bö-Bruder gleich wieder drei Norweger in den Top 10 des Biathlon-Gesamtweltcus vertreten. Dass der Generationenwechsel so reibungslos klappen wird, hatte Björndalen aber kommen sehen: "Ich habe das durchaus erwartet und hätte sogar gedacht, dass sie noch dominanter sein werden."

Der tragische Tod von Sivert Bakken habe das Team aber so schwer getroffen, dass ein noch besseres Abschneiden schwierig erscheint. "Sie haben, aufgrund dessen, was passiert ist, eine schwere Saison. Ich denke, dass sie noch stärker wiederkommen werden", legt sich der ehemalige Trainer des chinesischen Biathlon-Teams fest.

Bakken war kurz vor Weihnachten leblos in seinem Hotelzimmer in Italien aufgefunden worden. Zum Zeitpunkt seines Todes trug er eine Höhentrainingsmaske, die womöglich den Tod verursachte. Klarheit darüber könnte trotz der längst abgeschlossenen Autopsie aber erst im März herrschen.

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