Nach dem knappen 3:2-Zittersieg gegen den 1. FC Heidenheim formulierte Nico Schlotterbeck überraschend deutlich die Ansprüche von Borussia Dortmund, den FC Bayern in der Bundesliga-Tabelle noch einzukassieren. Bei den BVB-Bossen ist die deutliche Ansage des Innenverteidigers offenbar aber nicht nur positiv wahrgenommen worden.
"Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden", sagte Nico Schlotterbeck am Sonntagabend bei "DAZN" und fügte mit Blick auf den Rückstand auf die Spitze hinzu: "Jetzt sind es sechs Punkte, es sind drei weniger als nach der Winterpause. Deswegen kann ich sagen und auch die Jungs: Wir wollen jetzt angreifen."
Aussagen, die bei den BVB-Bossen offenbar nicht allzu positiv ankamen. Einem Bericht der "Bild" zufolge sorgte die Kampfansage des Nationalspielers für "interne Verwunderung und ein wenig Irritation". Auch öffentlich traten Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Sebastian Kehl, auf die Schlotterbeck-Aussagen angesprochen, direkt auf die Euphoriebremse.
BVB: Kehl und Kovac weichen aus
"Ich weiß nicht, ob Schlotti das eins zu eins gesagt hat. Mein Fokus liegt im Rückspiegel. Ich möchte erst mal die hinter uns verkleinert sehen. Wir müssen punkten, um die Teams hinter uns hinten zu halten", sagte Kovac auf der anschließenden Pressekonferenz. Auch Kehl unterstrich die Ambitionen nicht: "Ich tue mich ein bisschen schwer, nach diesem Spiel und nach dieser Leistung darauf einzugehen."
Die "Bild" spalte die Ansage des 26-Jährigen den Klub sogar. Darüber hinaus spekuliert das Boulevardblatt, die fehlende Unterstützung bei der Formulierung der BVB-Ambitionen könne sogar dazu führen, dass Schlotterbeck sich gegen eine Vertragsverlängerung entscheidet. Der umworbene Linksfuß steht am Westfalenstadion nur noch bis Ende Juni 2027 unter Vertrag.
Der deutsche Rekordmeister war am Samstag beim Hamburger SV (2:2) erneut gestolpert, zuvor hatten die Münchner gegen den FC Augsburg (1:2) ihre erste Niederlage in der Bundesliga kassiert. Dortmund nutzte den Patzer des Spitzenreiters, wenn auch mit ganz viel Dusel. Die Tür zur ersten Meisterschaft seit 2011/12 steht somit wieder einen Spalt weit offen.






























