Auch am Montag hat es noch keine Einigung zwischen dem FC Bayern und seinem Stammspieler Dayot Upamecano über eine Vertragsverlängerung gegeben. Der Poker um den Verteidiger ist noch immer nicht entschieden, es droht weiterhin ein ablösefreier Abschied im Sommer. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat die Münchner jedoch erneut eindringlich davor gewarnt, in der Angelegenheit nachzugeben.
"Die Bayern sind bei Upamecano an ihre Grenzen gegangen. Das Angebot, das der Verein dem Spieler gemacht hat, ist überragend. Normalerweise muss man, wenn man solch einen Vertrag vorgelegt bekommt, am nächsten Tag unterschreiben", meinte Lothar Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne.
Der 64-Jährige wurde sogar noch deutlicher und schob nach: "Ich bin der Meinung, dass Bayern München diese Spielchen nicht mitmachen darf. Der Verein ist eigentlich in der Pflicht zu sagen: 'Jetzt schiebe ich irgendwann den Riegel davor. Dann eben nicht Upamecano über die aktuelle Saison hinaus, sondern wir versuchen, einen neuen Spieler zu holen!'"
Bis zuletzt hatte sich Upamecano offengehalten, das Angebot des Klubs, welches bereits mehrere Wochen alt ist, doch nicht anzunehmen.
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Matthäus vermutet: Hoeneß wird es bald zu bunt
TV-Experte Matthäus mutmaßte nun, dass es vor allem dem Vereinspatron des FC Bayern nun zu bunt werden könnte: "Ich glaube, dass sich Uli Hoeneß das nicht mehr lange gefallen lässt, sondern dass man sagt: 'Wenn du nicht unterschreibst, ziehen wir das Angebot zurück und schauen uns nach einem neuen Spieler um.'"
Nach Ansicht des Weltmeister-Kapitäns von 1990 ist es völlig unverständlich, dass der Innenverteidiger, der unter Cheftrainer Vincent Kompany gesetzt ist beim FC Bayern, nicht schon längst und langfristig beim deutschen Rekordmeister verlängert hat.
"Upamecano hat mit dem FC Bayern etwas aufgebaut, er fühlt sich wohl in München, er bekommt die Wertschätzung vom Verein sowie vom Trainer und er sagt, dass er einen super Draht zu Vincent Kompany hat. Das alles kann man mit Geld gar nicht bezahlen", so Matthäus, der selbst sieben Mal deutscher Meister mit dem FC Bayern geworden war.
Schlotterbeck oder Vuskovic als mögliche Nachfolger
Als erste Kandidaten für die mögliche Upamecano-Nachfolge brachte er erneut Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund oder sogar Luka Vuskovic vom Hamburger SV ins Gespräch.
Bei dem HSV-Youngster geriet der Weltfußballer von 1990 regelrecht ins Schwärmen: "Ich würde es auch Luka Vuskovic jederzeit zutrauen, bei einem noch größeren Verein als dem HSV seinen Mann zu stehen. Ich habe ihn am Samstag in Hamburg zum ersten Mal live im Stadion gesehen, er bringt nicht nur Zweikampfstärke und Kopfballgefahr mit, sondern er spielt mutig, clever, ruhig, er organisiert und dirigiert. Mit 18 Jahren ist er schon so weit wie Upamecano. [...] Vuskovic spielt erst seit einem halben Jahr in der Bundesliga, aber er macht es überragend aufgrund seiner Persönlichkeit."
Aufgrund seiner langfristigen Bindung an Tottenham Hotspur bis 2030 spekulierte Matthäus darauf, dass ein fester Transfer wohl sogar noch teurer wäre als der von BVB-Star Nico Schlotterbeck, der nur noch ein Jahr Vertrag in Dortmund hat.





























