Suche Heute Live
Boxen
Artikel teilen

Boxen

"Die Luft da oben wird ja dünn"

Verhandlungen mit Usyk? Jetzt spricht Agit Kabayel

Agit Kabayel will endlich Schwergewichts-König Oleksandr Usyk vor die Fäuste
Agit Kabayel will endlich Schwergewichts-König Oleksandr Usyk vor die Fäuste
Foto: © IMAGO/Moritz Mueller
03. Februar 2026, 08:18
sport.de
sport.de

Deutschlands Box-Hoffnung Agit Kabayel drängt weiter auf einen Kampf gegen Schwergewichts-König Oleksandr Usyk. Einen Wunschort hat der "Leberking" schon geäußert, jetzt nennt er auch ein Wunschdatum - und bleibt mit Blick auf Usyks Pläne doch realistisch.

"Für mich wäre August optimal", antwortete Kabayel in seinem Youtube-Vlog auf die Frage, wann er am liebsten gegen Usyk boxen würde. "Zuerst habe ich gesagt: Juni, aber das geht aktuell nicht, denn da ist die WM (in den USA, Kanada und Mexiko, Start 11. Juni, Anm.d.Red.) richtig am laufen. Die erste Juni-Woche wäre für mich auch perfekt - oder halt August."

Kabayel ist als WBC-Interims-Champion Pflichtherausforderer von WBA/WBC/IBF-Weltmeister Usyk. Bisher hat der Verband Usyk aber noch nicht aufgefordert, den grün-goldenen Gürtel gegen den Deutschen zu verteidigen.

Sein Manager Spencer Brown sei am Wochenende in New York gewesen, um mit dem Usyk-Lager zu verhandeln, berichtete Kabayel. Usyks Teamdirektor Sergey Lapin hatte den Mann aus dem Pott zuletzt bei "talkSPORT" als "definitive Option" für den Ukrainer bezeichnet. Ein Kampf zwischen Usyk und Kabayel sei ein "großer europäischer Kampf mit einem großen Business-Potenzial".

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

"Die Luft da oben wird ja dünn - gegen wen willst du boxen? Du musst am Ende des Tages ja auch gegen jemanden boxen, der Topkandidat ist und den sie auch vermarkten können. Ich glaube, nachdem die mitbekommen, was in Deutschland für eine Stimmung war, in welche Richtung das gehen kann, denke ich schon, dass ich eine Option für die bin", kommentierte Kabayel die Aussagen Lapins.

Usyk vs. Kabayel? "Sie haben uns auf dem Schirm"

Kabayel hatte bei seinem "Homecoming" in der Rudolf-Weber-Arena von Oberhausen am 10. Januar den polnischen Riesen Damian Knyba vor 13.000 tobenden Zuschauern durch Technischen K.o. in Runde drei bezwungen. Promoter George Warren und Manager Brown sprachen danach von einer "unglaublichen" Atomsphäre, wie sie sie noch nie erlebt hätten. 

Kabayel räumte zugleich ein, dass "aus wirtschaftlicher Sicht" der Markt in den USA für Usyk "fünfmal so groß ist wie in Deutschland. Aber wie gesagt: Sie haben meinen Namen erwähnt, haben uns auf dem Schirm. Wir sind bereit", sagte der 33-Jährige.

Usyk hatte für Frühjahr eigentlich ein Duell mit Ex-Champion Deontay Wilder in den USA geplant. Wilder unterschrieb aber einen offenbar lukrativen Vertrag für einen Kampf gegen England-Veteran Derek Chisora, der für den 4. April in London angesetzt ist. US-Medien spekulieren nun, dass Usyk seine Titel in Las Vegas gegen den früheren Weltmeister und Joshua-Bezwinger Andy Ruiz verteidigen könnte.

Kabayel schwebt indes ein idealer Austragungsort vor, sollte Usyk doch einen Kampf in Deutschland vorziehen, wo auch viel Ukrainer leben. "Ich glaube, ins Westfalenstadion gehen bei einem Boxkampf 95.000 Leute - warum nicht?", brachte er bei "DAZN" eine Box-Show im Fußball-Tempel des BVB ins Spiel. Auf Rang zwei in seinem Stadion-Ranking setzte Kabayel die Arena auf Schalke.  

Newsticker

Alle News anzeigen