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Wolff setzt "Benchmark"

Mercedes macht Druck auf Antonelli

Kimi Antonelli muss 2026 in der Formel 1 näher dran sein an George Russell als im Vorjahr
Kimi Antonelli muss 2026 in der Formel 1 näher dran sein an George Russell als im Vorjahr
Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof
02. Februar 2026, 14:40
sport.de
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Der als "Jahrhundert-Talent" gepriesene Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli hat eine gemischte Rookie-Saison hinter sich. Einem konstanten Start und dem ersten Podest zu Jahresmitte folgte eine Delle mit Patzern, ehe sich der Italiener zum Saisonende wieder fing. Antonelli weiß, welche Stunde im zweiten Jahr geschlagen hat - und welche Messlatte er besser nicht zu oft reißen sollte.

Am Tag der Präsentation des neuen Silberpfeils fiel mehrmals das Wort "Benchmark", allerdings nicht in Zusammenhang mit dem W17, der Mercedes wieder an die Spitze bringen soll.

Nein, die Benchmark ist George Russell - und zwar für seinen jungen Stallrivalen Andrea Kimi Antonelli. "Kimi ist 19 und im zweiten Jahr, wir werden einen Schritt sehen", prophezeite Silberpfeil-Häuptling Toto Wolff, der den Italiener in die Königsklasse geholt hat. Der Österreicher machte aber auch klar, wohin der "Schritt" seines Protegés gehen muss. "George ist die Benchmark."

Antonelli hat diesen Auftrag verinnerlicht. "George wird um den WM-Titel kämpfen und ist für mich im zweiten Jahr eine Benchmark", sagte auch er ganz brav. 

Im Vorjahr hatte der Newcomer gegen den arrivierten Briten klar (und erwartbar) den Kürzeren gezogen. Während Russell mit 319 Punkten und zwei Grand-Prix-Siegen starker WM-Vierter wurde, belegte Antonelli in der Fahrer-Wertung mit 150 Zählern Rang sieben, sein bestes Ergebnis war ein zweiter Rang. 

Auch im Qualifying hatte Russell mit 21:3 klar die Nase vorne. Aus Antonelli-Sicht war indes nicht die Niederlage im Stallduell an sich enttäuschend, sondern der Rückstand, den er zwischenzeitlich auf Russell hatte - zwischen drei Zehnteln und einer halben Sekunde. Immerhin: Zum Saisonende war der junge Italiener deutlich näher an seinem Garagen-Nachbarn dran.

Russell: Formel 1 in der Saison 2026 "viel intuitiver"

RTL-Experte Christian Danner attestierte Antonelli im sport.de-Saisonfazit 2025 trotz einiger Probleme "ein sehr ordentliches Debüt". Dennoch muss Antonelli 2026 liefern und sich deutlich steigern, will er eine echte Zukunft bei den Silberpfeilen haben. Mercedes hat aus seinem Interesse an Max Verstappen keinen Hehl gemacht. Der Holländer könnte Red Bull zur Saison 2027 offenbar dank einer Vertragsklausel verlassen.

Antonelli ist schon ganz heiß auf die kommende Saison mit den runderneuerten Boliden. "Das Auto macht viel Spaß, man fühlt ein bisschen weniger Downforce, aber viel besser als gedacht, man fühlt die Agilität und die 30 Kilo weniger", sagte er nach den ersten Testfahrten in Barcelona. 

Das sieht auch Russell so. "Es fühlt sich definitiv immer noch nach einem Rennauto an, es fühlt sich aber anders an. Es ist ein viel intuitiveres Fahren als ich dachte, viel Überraschendes, es ist viel Mitdenken nötig, aber es wird schon bald natürlich werden", so der Brite. Die Kurven seien "angenehmer zu fahren, weil die Autos schön leicht sind".

In der Formel 1 gilt 2026 ein komplett neues Reglement. Die Motoren werden künftig zu 50 Prozent elektrisch angetrieben. Durch die Regelrevolution hat sich auch die Aerodynamik stark verändert und die Autos sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich leichter geworden.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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