Werder Bremen ist auf der Suche nach einem Nachfolger von Cheftrainer Horst Steffen. Der angeschlagene Fußball-Bundesligist fährt dabei offenbar mehrgleisig.
Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen haben ihre Suche nach einem neuen Chefcoach womöglich schon eingegrenzt. Wie "Sky"-Reporter Florian Plettenberg berichtet, steht der Bundesligist bereits mit zwei Kandidaten im Austausch, direkte Gespräche werden demnach geführt.
Das Besondere: Die beiden Trainer kennen sich nicht nur im deutschen Oberhaus bestens aus, sie kommen auch beide aus Dänemark und haben beide den gleichen Vornamen. Es soll sich nämlich um Bo Henriksen und Bo Svensson handeln.
Die "DeichStube" hatte zuvor berichtet, dass man am Osterdeich den Kreis der Kandidaten bereits hat eingrenzen können. Zwei Favoriten sollen sich herauskristallisiert haben. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz hatte am Sonntag nach der Freistellung von Horst Steffen noch verlauten lassen, dass man sich nicht "mit zehn Kandidaten" beschäftige, sondern eher "den ein oder anderen Namen" durchgehe.
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Eingegrenzt wurde zugleich, dass der angeschlagene Tabellen-15. eine externe Lösung sucht, die beiden bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß betreuen die Mannschaft somit nur interimistisch. Der 29 Jahre alte Duarte war erst im Sommer gemeinsam mit Steffen von der SV Elversberg zu Werder gewechselt.
Henriksen und Svensson: Trainer mit Mainzer Vergangenheit
Bo Henriksen und Bo Svensson sind aktuell ohne Job im Fußballgeschäft. Der 50 Jahre alte Henriksen war zuletzt für Mainz 05 tätig, besitzt dort noch einen Vertrag bis 2027. Werder müsste also mit dem Liga-Konkurrenten über eine mögliche Ablösesumme verhandeln, entsprechende Gespräche laufen laut "Tipsbladet" derzeit. Im Februar 2024 zu den Rheinhessen gekommen, hielt er sich bis Dezember 2025. In 69 Partien erreichte er einen Schnitt von 1,43 Punkten pro Spiel, zudem führte er den Klub als Tabellensechster überraschend in die Conference League.
International wussten die Mainzer unter seiner Leitung sogar zu überzeugen, drei Siege gab es in den ersten vier Spielen in der Conference League. Zum Verhängnis wurde Henriksen aber der Fehlstart in der Bundesliga: Nur eine von zwölf Partien konnte gewonnen werden. Inzwischen steht Urs Fischer an der Seitenlinie.
Auch Svensson hat eine Mainzer Vergangenheit, der 46-Jährige reifte dort als Junioren- und Assistenztrainer zum Bundesliga-Coach. Fast zwei Jahre arbeitete er dann als Cheftrainer der 05er, Ende 2023 musste er gehen. Anschließend folgte eine Hinserie beim 1. FC Union Berlin, seit rund einem Jahr ist er ohne Anstellung im Trainergeschäft.






























