Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat sich von seinem Cheftrainer Horst Steffen getrennt. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg kann die Entscheidung nicht wirklich nachvollziehen. Derweil kursieren zwei prominente Namen als mögliche Nachfolger.
Laut Stefan Effenberg hat Werder Bremen in der Entscheidung, sich von Cheftrainer Horst Steffen zu trennen, zu voreilig agiert. "Ich sage es ganz ehrlich: Ich persönlich hätte an ihm festgehalten", so der einstige Mittelfeldspieler in der "Sport1"-Sendung "Doppelpass".
Effenberg argumentiert, dass die "Art und Weise, wie sie Fußball gespielt haben" keineswegs einen Rausschmiss notwendig gemacht habe: "Sie sind nie in irgendeinem Spiel auseinandergeflogen. Du hast die Spielanlage, den Plan gesehen." Dass Werder Bremen seit nunmehr zehn Spielen ohne Sieg und inzwischen auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht ist, liege vor allem daran, dass "die Offensive nicht mit Qualität besetzt" worden ist. Das sei das "größte" Problem von Werder Bremen.
"Das sind viele Baustellen. Nur mit dem Finger auf Horst Steffen zu zeigen, wäre, glaube ich, nicht fair. Da liegt noch einiges im Argen bei Werder Bremen", resümierte der 57-Jährige, der zugleich das Geschäft kennt: "Nach zehn sieglosen Spielen - sechs Niederlagen, vier Unentschieden - musst du irgendwann handeln, zumal die anderen punkten."
Max Kruse kann Steffen-Aus bei Werder verstehen: "War höchste Zeit"
Der ehemalige Werder-Profi Max Kruse, ebenfalls zu Gast im "Doppelpass", ist derweil ganz anderer Meinung: "Es war eine Frage der Zeit, dass es passiert. Natürlich hat man versucht, an ihm festzuhalten, aber die Negativserie konnte man auch nicht ignorieren. Ich glaube, es war höchste Zeit."
Abseits der Diskussion um das Steffen-Aus sucht der angeschlagene Bundesligist bereits auf Hochtouren nach einem Nachfolger. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz hat bereits erklärt, dass man eine "externe Lösung" sucht. Eine Möglichkeit sei, dass ein Trainer "bis zum Sommer" verpflichtet wird, der das Team stabilisiert und zugleich den Verantwortlichen an der Weser die nötige Zeit gibt, nach der Saison womöglich eine neue Dauerlösung zu präsentieren.
Spekulationen um Funkel und Labbadia
Erste Namen kursieren nun bereits, darunter auch zwei Bundesliga-Größen. Wie der "kicker" in seiner Montagsausgabe schreibt, sollen im Werder-Umfeld "tatsächlich" die Namen Friedhelm Funkel und Bruno Labbadia gefallen sein.
Die "DeichStube" hatte bereits am Sonntag berichtet, dass man in Bremen zwei Favoriten ausgemacht hat. Ob es sich dabei um Funkel und Labbadia handelt, ist jedoch völlig offen, Namen nannte das Portal nicht. Aber: Felix Magath, der sich im Interview mit RTL/ntv und sport.de selbst ins Spiel gebracht hatte, sei kein Kandidat.
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Nach Angaben von "Sportske Novosti" zählt unterdessen der ehemalige Union-Berlin-Trainer Nenad Bjelica zu den Kandidaten. Was an dem Bericht dran ist, bleibt zunächst aber ebenfalls unklar: "Sportske Novosti" listet mit Verweis auf deutsche Medien nämlich unter anderem auch Urs Fischer als Option auf, der Schweizer heuerte aber erst im Dezember bei Mainz 05 an. Angeblich weitere Kandidaten seien Thomas Reis (Samsunspor) und Enrico Maaßen (FC St. Gallen).



























