Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen hat die Reißleine gezogen und sich von seinem Cheftrainer Horst Steffen getrennt. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz hat sich am Sonntag sogleich zur Suche nach einem Nachfolger geäußert.
Werder Bremen will nach der Trennung von Horst Steffen auf neue Reize von außen setzen, eine interne Lösung wird an der Weser nicht angestrebt. Das stellte Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz auf einer Pressekonferenz klar.
"Ein Ziel ist, das kann ich ganz klar sagen, eine externe Lösung. Alles Weitere will ich jetzt nicht kommentieren. Mir ist wichtig, dass wir jetzt nach vorne blicken", so der ehemalige Profi über die Suche nach einem neuen Bremer Coach: "Wir führen Gespräche und werden auch noch das ein oder andere Gespräch führen. Dann schauen wir, dass wir kurzfristig eine gute Lösung finden, von der wir alle überzeugt sind."
Mögliche Optionen habe man bereits eingegrenzt, so Fritz außerdem: "Es ist nicht so, dass wir uns noch mit zehn Kandidaten beschäftigen. Wir haben den ein oder anderen Namen auf unserer Liste, mit dem wir uns beschäftigten."
Eine Überlegung sei dabei, einen Übergangstrainer "bis zum Sommer" zu verpflichten, der kurzfristig für die nötige Stabilität sorgt. "Und wir dann im Sommer schauen, welche Möglichkeiten sich ergeben." Interimistisch werden die beiden bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft übernehmen.
Werder Bremen hat nicht mehr an den Turnaround geglaubt
Der Bundesligist hatte sich am Sonntag nach zehn sieglosen Ligaspielen in Folge von seinem Trainer Horst Steffen getrennt. "Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird", begründete Fritz den Schritt in der Mitteilung des Klubs.
Steffen war im Sommer aus Elversberg nach Bremen gewechselt. Schon in seinem ersten Pflichtspiel setzte es einen herben Dämpfer, als Werder in der ersten Pokalrunde an Bielefeld scheiterte. Durch die Sieglosserie ist der SVW nun auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht.
Fritz sagte am Sonntag auf der Pressekonferenz: "Natürlich ist so eine Entscheidung nicht leicht zu treffen, wir wollten keine Schnellschüsse machen. Ich denke, dass wir als Werder Bremen dafür stehen, mit Ruhe und Bedacht zu agieren. Deswegen haben wir uns auch die nötige Zeit genommen und uns intensiv besprochen. Trotz alledem gibt es verschiedene Dynamiken, wo man ein Stück weit mehr den Glauben verliert, ob wir das in dieser Konstellation noch schaffen."


























