Uwe Gensheimer absolvierte mehr als 200 Spiele für die deutsche Handball-Nationalmannschaft, führte den DHB als Kapitän aufs Parkett und war Teil der Auswahl, die 2016 Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewann. Nun hat sich der 39-Jährige zu den Chancen der Deutschen im anstehenden EM-Showdown mit Dänemark geäußert.
Am Sonntagabend (18 Uhr im sport.de-LIVE-Ticker) bittet die deutsche Handball-Nationalmannschaft die seit Jahren dominierenden Dänen im Finale der Europameisterschaft zum Duell um Gold. Mit dem eigenen Publikum im Rücken ist das dänische Starensemble auch für Ex-DHB-Kapitän Uwe Gensheimer "großer Favorit", der ehemalige Linksaußen glaubt dennoch an einen deutschen Erfolg.
"Die Dänen gehen als großer Favorit ins Spiel. Für uns geht es nicht nur gegen eine außergewöhnlich stark besetzte dänische Mannschaft, sondern auch gegen 15.000 dänische Fans hier in Herning, die alles dafür tun werden, dass die Dänen nach ihren vielen Weltmeistertiteln und Olympiasiegen auch noch die Europameisterschaft in ihre Sammlung holen", führt Gensehimer im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de aus. Eine Chance könne sich aber auftun, wenn die Partie lange eng bleibt: "Wir müssen sie so lang wie möglich ärgern, sodass sie bei einem engen Spielstand in der zweiten Halbzeit mehr Druck bekommen und nervöser werden."
DHB noch lange "nicht satt"
Insgesamt gesehen, sei der DHB "nicht chancenlos". "Die Jungs werden alles dafür tun, hier am Ende mit dem Titel rauszugehen. Vielleicht helfen heute auch ein paar Learnings aus Olympia in Paris, wo man schon mit dem Finaleinzug zufrieden war. So wie ich die Stimmung bei den Jungs mitbekomme, kann ich sagen: Sie sind noch nicht satt, auch wenn sie jetzt schon im Finale sind und alle von den übermächtigen Dänen sprechen. Vielleicht ist heute der Tag, an dem sie sie schlagen können", schürt Gensheimer Hoffnung und tippt sogar auf einen Erfolg der Deutschen. "Wir gewinnen mit einem Tor. Ich sage 29:28 für Deutschland", so der Sportliche Leiter der Rhein-Neckar Löwen.
Ein Pfund seien vor allem die "starken Torhüter" Andreas Wolff und David Späth sowie das Selbstvertrauen, das einzelne Akteure "durch starke Einzelleistungen" getankt hätten, so Gensheimer.




