Der FC Bayern patzt auch beim Hamburger SV. Angenervt war der Rekordmeister nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von den Entscheidungen des Referees Harm Osmers.
Nein, zufrieden war der FC Bayern nicht mit der Leistung von Schiedsrichter Harm Osmers im Bundesliga-Topspiel am Samstagabend.
Direkt nach dem Schlusspfiff der Partie in Hamburg stiefelte Trainer Vincent Kompany auf den Unparteiischen zu. Der Coach hatte nach dem 2:2 und den nächsten liegen gelassenen Zählern in der Bundesliga dringenden Redebedarf.
Einen Seitenhieb konnte sich auch Sportvorstand Max Eberl später nicht verkneifen. "Wir haben zu viele Torchancen zugelassen. Wir wollten hier gewinnen. Das ist das, worüber ich mich gerade ärgere. Fehler von uns werden gerade bestraft", sagte Eberl bei "Sky" und ergänzte in Richtung Osmers: "Der Schiedsrichter war etwas überfordert."
Es gab einige Situationen, aber vor allem zwei, die den Ärger der Bayern nach sich zogen. In der ersten Halbzeit bekamen die Gastgeber nach einem Kontakt von Joshua Kimmich an Nicolai Remberg einen Elfmeter, den Fabio Vieira (34.) zur Führung verwandelte.
Elfer-Wirbel kurz vor Schluss
Den Bayern wiederum wurde kurz vor Schluss ein möglicher Handelfmeter verwehrt. Bei einer Abwehraktion von Daniel Elfadli war dessen Arm angelegt. Osmers wertete die Situation als regelkonform. Das gefiel den Bayern-Profis nicht, die bei Osmers laut protestierten.
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TV-Experte Lothar Matthäus sah das Ganze allerdings anders. "Der Schiedsrichter hat eine neutrale Leistung gebracht. Er hat nicht alles richtig gemacht", sagte der Rekord-Nationalspieler bei "Sky". Aber es war ganz schwierig, alles richtig zu machen. Es gab viele Zweikämpfe. Energie war im Spiel, Geschwindigkeit war im Spiel. Da kannst du nicht alles sehen."
So reichte es am Ende nur zum 2:2 im Volksparkstadion. In der Woche zuvor hatte der Rekordmeister gegen den FC Augsburg erstmals in dieser Saison verloren.
Nun droht der komfortable Vorsprung des deutschen Rekordmeisters an der Tabellenspitze weiter zu schmelzen. Borussia Dortmund kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim auf sechs Punkte an den Tabellenführer heranrücken.


























