Werder Bremen hat zwar kurz vor Schluss der Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach noch den Ausgleich erzielt, einen Sieg oder gar Befreiungsschlag aber erneut verpasst. Die Ungeschlagen-Serie hält an. Wie geht es für Trainer Horst Steffen weiter?
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach wackelt der Stuhl von Werder-Coach Horst Steffen.
Klare Rückendeckung erhielt der Trainer nach der Partie jedenfalls nicht. Zu kritisch ist die Lage an der Weser: Werder ist seit dem zwölften Spieltag in der Tabelle von Rang neun nun mittlerweile bis zur Abstiegszone abgerutscht. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch einen Punkt.
Werder Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz ließ die sportliche Zukunft von Steffen offen. "Wir haben zehn Spiele nicht gewonnen, es ist natürlich klar, dass wir uns erst mal hinsetzen und das besprechen müssen", sagte er nach Abpfiff.
Keine Job-Garantie von Fritz
Ein klares Bekenntnis zu Steffen vermied Fritz angesichts des Absturzes in die Abstiegszone auch auf Nachfrage. "Wir müssen das erst mal sacken lassen und dann analysieren wir das zusammen. Es ist wichtig, dass wir das erst mal für uns einordnen."
Steffen will indes nicht kampflos aufgeben. "Der Glaube ist groß. Ob ich weitermachen darf, hängt nicht von mir ab», sagte der Coach. «Ich fühle mich gut und bin bereit, diese Aufgabe weiter gut anzunehmen und dem Verein zu dienen."
Fritz lobte seine Mannschaft dafür, dass sie nach dem Rückstand durch Haris Tabakovic (61.) nicht aufgegeben habe. Keke Topp erzielte in der Nachspielzeit noch den späten Ausgleich (90.+4). "Es ist ein Punkt, der kann auch noch wichtig sein", sagte Fritz, betonte jedoch: "Um da unten rauszukommen, brauchen wir natürlich mehr. Es ist eine schwierige Situation, da brauchen wir nicht drumrum reden."
Joker Topp legte den Fokus auf das Positive. "Besser als kein Punkt", sagte er. "Positiv ist, dass wir nicht aufgegeben haben."
Schon die Partie gegen Gladbach galt als eine Art Endspiel für Steffen. Der Druck vor der Auswärtspartie nächste Woche beim SC Freiburg nimmt weiter gewaltig zu - wenn er denn am kommenden Wochenende noch an der Seitenlinie steht.



























