Gut, aber nicht gut genug: Die deutschen Biathletinnen haben bei der Europameisterschaft in Norwegen eine starke Leistung in der Verfolgung gezeigt, eine Medaille jedoch verpasst. Zur ganz großen Show wurde das Rennen mal wieder für die französische Mannschaft.
Wenige Stunden nachdem der deutsche Biathlonverband dank Leonhard Pfund und Simon Kaiser die ersten beiden EM-Medaillen in diesem Jahr bejubelte, haben die DSV-Biathletinnen den Sprung auf das Podest in ihrem Verfolgungsrennen verpasst.
Beste Deutsche in der Endabrechnung wurde Marlene Fichtner, die sich nach zwei Strafrunden und einem Rückstand von 1:57 Minuten auf dem sechsten Platz einreihte. Julia Kink (drei Strafrunden) kam rund 30 Sekunden nach ihrer Teamkollegin als zweitbeste Deutsche auf Rang acht über die Linie.
Frankreichs Biathletinnen dominieren
Einmal mehr nicht aufzuhalten war die französische Mannschaft, die schon im Sprint die Plätze eins bis vier belegte. In der Verfolgung am Samstag krallte sich die Equipe sogar die Plätze eins bis fünf.
Gold sicherte sich Sprint-Europameisterin Gilonne Guigonnat (ein Fehler) vor Célia Henaff (zwei/+30,6 Sekunden) und Sophie Chauveau (drei/+38,9). Die Plätze vier und fünf gingen an Amandine Mengin (zwei/+1:43) und Paula Botet (zwei/+1:52).
Mareike Braun (vier/+4:04) kam als drittbeste DSV-Skijägerin als 20. ins Ziel, Selina Marie Kastl (drei/+5:21) belegte Platz 33.
Biathlon-EM endet am Sonntag
Zum Abschluss der Biathlon-EM im norwegischen Sjusjøen stehen am Sonntag noch die beiden Staffel-Rennen auf dem Programm. Die Männer starten um 10:40 Uhr, die Frauen um 13:45 Uhr.
Die mit Abstand erfolgreichste Nation vor dem Schlusstag ist Frankreich. Das Team gewann vier von sechs Einzelrennen und holte darüber hinaus noch zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen. Silber und Bronze von Pfund und Kaiser sind die bisher einzigen deutschen Medaillen.
