Darts-Weltmeister Luke Littler ist einem Erstrunden-Aus beim Winmau World Masters gerade noch von der Schippe gesprungen. Gegen Mike de Decker hatte "The Nuke" deutlich mehr Probleme als erwartet, musste sogar einen Matchdart des 30-Jährigen überstehen. Erst danach drehte der 19-Jährige auf.
"Das war eine harte Nuss", sagte der Doppel-Weltmeister nach seinem knappen 3:2-Erfolg gegen den Belgier bei "itv": "Ich bin einfach nicht in Schwung gekommen. Mike De Decker hat den zweiten und dritten Satz verdient gewonnen. Ich musste mich zurückkämpfen, und genau das habe ich getan."
Im Decider hatte sich Littler den ersten Satz geholt. Anschließend ging dem Engländer allerdings die Puste aus. De Decker, der vor gut einem Monat bei der Weltmeisterschaft sensationell in Runde eins an dem Kenianer David Munyua gescheitert war, hielt gegen den Tour-Dominator über weite Teile der Partien gut mit und schnappte sich die Sätze zwei und drei.
Darts: Luke Littler gesteht "ein bisschen Nervosität"
"Ich spürte ein bisschen Nervosität, weil es um zwei Legs pro Satz geht und nicht um drei", gestand Littler, der im Decider des vierten Satzes sogar einen Matchdart von de Decker überstehen musste. Bei eigenem Anwurf verpasste der Mann aus Mechelen ein 142er Finish auf D11 nur um wenige Millimeter. Littler schlug eiskalt zu und glich zum 2:2 in den Sätzen aus.
Zuvor hatte Littler den Fans in Milton Keynes fast ein besondere Schmankerl geboten. Nach einer 177 zum Start des zweiten Legs im vierten Satz, legte der Youngster eine 180 für 147 Rest nach. Über T20 und T19 verpasste der Superstar den Neun-Darter auf der D15 nur ganz knapp. Es wäre der erste Neuner bei dem diesjährigen Masters gewesen.
Im fünften Satz war der Nummer 19 der Order of Merit anzumerken, dass der verpasste Matchdart nachwirkte. "The Nuke", der die Partie mit sieben 180ern und einem Average von knapp 99 Punkten beendete, machte im entscheidenden Satz kurzen Prozess mit seinem belgischen Kontrahenten. "Ich habe es geschafft, habe meine Form gefunden und den Sieg geholt", so die Nummer eins der Darts-Welt.
In Runde zwei des Turniers, das Littler neben der Europameisterschaft als bislang einziges Major nicht gewonnen hat, wartet am Samstagabend nun Ross Smith.


