Wenn der Hamburger SV am 20. Spieltag gegen den FC Bayern spielt, ist die Hütte am Volkspark voll. Aber das ist sie eigentlich eh immer. Dem HSV reicht die Kapazität seines Stadions deshalb nicht mehr aus. Die Rothosen wollen mehr.
Der HSV plant, das Volksparkstadion auszubauen. Statt wie zurzeit 57.000 Zuschauer sollen nach Wunsch des Bundesligisten mehr als 60.000 Fans in die Heimstätte des Traditionsklubs passen.
Es gibt zahlreiche verschiedene Bereiche, wo wir zusätzliche Plätze schaffen können. Man kann beispielsweise Aufgänge optimieren. Möglicherweise können wir etwas näher an den Platz dran", sagte Finanzvorstand Eric Huwer vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern (Samstag, 18:30 Uhr, live im sport.de-Ticker) der "Bild".
Laut Huwer würden die Kosten für einen derartigen Ausbau im "hoch siebenstellig bis achtstelligen Bereich liegen. Der HSV hat schon eine Studie zur Machbarkeit in Auftrag gegeben. "Es ist ein großes Projekt, das wir mit den Fans gemeinsam angehen wollen. Wir prüfen es ernsthaft. Bis zum Ende des ersten Quartals wollen wir sehen, was möglich ist. Der Wunsch ist, es zu machen", sagte Huwer.
Olympia-Chance für den HSV?
Seit der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga im vergangenen Sommer hat der HSV einen Zuschauer-Schnitt von 56.900 Besuchern. Das Stadion ist bei jedem Heimspiel ausverkauft. "Die Menschen wollen zu uns ins Stadion. Die Frage ist: Wie kriegen wir mehr Plätze?", sagte Huwer. "Wir prüfen, wie wir eine Kapazität erreichen, die höher ist als die von Frankfurt und Stuttgart."
In Sachen Stadion könnte sich für den Hamburger SV aber noch eine weitere Option auftun. Die Stadt Hamburg bewirbt sich für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Zentraler Bestandteil des hanseatischen Konzepts ist der Bau eines neuen Stadions am Volkspark. Dieses soll zunächst das Leichtathletikstadion für Olympia sein und später in ein reines Fußballstadion für den HSV umgebaut werden.



























