Irreguläres Material und damit verbundene Disqualifikationen im Skispringen sorgten zuletzt für Negativschlagzeilen. Geht die Betrugs-Debatte bei den Olympischen Winterspielen weiter? Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler hat dazu eine klare Meinung.
"Man weiß, dass jetzt genauer darauf geschaut wird. Man hat sich eingelebt und weiß, dass es strenger ist. Mittlerweile ist eine gewisse Ruhe drin. Bei den Winterspielen wird niemand etwas riskieren", prognostizierte der "Eurosport"-Experte in einer Medienrunde.
Fahrt aufgenommen hatte die Schummel-Debatte im Skispringen rund um die WM 2025 in Trondheim, bei der im norwegischen Team an den Sprunganzügen herum manipuliert wurde. Dies führte später auch zu Sperren sowie Geldstrafen seitens des Weltverbands FIS.
Bei der vergangenen Vierschanzentournee rückte das Thema aber erneut in den Fokus: Der Slowene Timi Zajc wegen eines nicht regelkonformen Anzuges disqualifiziert - und sah anschließend die neu eingeführte Rote Karte, so dass er die Wettbewerbe in Innsbruck und Bischofshofen komplett verpasste.
Skispringen: Das "nervt" Markus Eisenbichler
Doch wie wichtig ist der Anzug wirklich? Macht er den Unterschied, kann zum Beispiel einem Athleten den Olympiasieg bescheren? Eisenbichler sieht das nicht so.
"Das nervt mich ab und zu beim Skispringen: Es wird immer so viel über das Material geredet. Man kann den besten Anzug der Welt haben, der nicht regelkonform ist. Wenn du aber nicht gut springst, wirst du trotzdem nichts gewinnen", betonte der 34-Jährige, der nach der vergangenen Saison seine höchst erfolgreiche aktive Laufbahn beendet hatte.
"Das Material steuert bei und gibt dem Athleten eine gewisse Sicherheit", gab Eisenbichler zwar zu. "Aber der Körper muss im Flug in die optimale Position gebracht werden, so auch die Skier. Das macht nicht das Material. Bei uns sind Absprung, Genauigkeit und Flugposition die Parameter – das muss zusammenstimmen."





