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Kolumne des Skispringers

Das spricht jetzt für eine Wende bei Karl Geiger

Karl Geiger reist mit Rückenwind ins hessische Willingen
Karl Geiger reist mit Rückenwind ins hessische Willingen
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
29. Januar 2026, 13:41

Bei der Skiflug-WM hat Karl Geiger den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt. Vor dem Heim-Weltcup im hessischen Willingen blickt der Skispringer in seiner sport.de-Kolumne auf das vergangenen Wochenende zurück - und mit Zuversicht nach vorne.

Die Skiflugweltmeisterschaft in Oberstdorf ist schon wieder Geschichte. Es waren spannende Wettkämpfe, der Weltmeister ist mit dem die ganze Saison bereits dominierenden Slowenen Domen Prevc gekürt und die Tage im Stillachtal waren ein tolles Sportfest mit einem faszinierenden Publikum, das gerade mir sehr viel Unterstützung hat zuteilwerden lassen.

Für mich waren die Tage auf der heimischen Skiflugschanze eine Bestätigung meines Aufwärtstrends. Schöne Flüge, gute Weiten und ein harter Kampf um die Medaillen im Teamwettbewerb haben Spaß gemacht, auch wenn wir uns mit dem vierten Platz zufrieden geben mussten und es zum Schluss für das Podest nicht ganz gereicht hat.

Man muss jedoch auch an dieser Stelle einmal sagen, dass die Konkurrenz mit den Teams aus Japan, Österreich, Norwegen und Slowenien in dieser Saison stark auftreten und dass die gezeigten Leistungen bestätigen, dass wir noch ein Stück weg sind. Das deutsche Team wird den verbleibenden Zeitraum zu den Olympischen Spielen in Italien sicher nutzen, um die noch vorhandenen Abstände zur absoluten Weltspitze weitestgehend zu verringern und um in den Kampf um Edelmetall mit einzugreifen.

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf und ich muss sagen, dass ich mich auf den nächsten ungemein freue.

Skispringen: Karl Geiger richtet Blick auf die neue Saison

Der Weltcup in Willingen steht vor der Tür. Nächstes Wochenende wird einmal mehr die Mühlenkopfschanze in Willingen für uns Skispringer der Nabel der Welt sein.

Willingen- das ist Skispringen pur; für uns Sportler, weil die Willinger Schanze als größte Großschanze Europas einfach anspruchsvoll ist und die Sprünge von ihr schon dem Skifliegen nahekommen und für die Zuschauer, weil es einfach ein stimmungsgeladenes Sportevent ist , das den ganzen Ort in den Bann zieht.

Für mich persönlich gilt, dass ich den Prozess, in dem ich bin, weiter vorantreibe. Die letzten Wettkämpfe haben gezeigt, dass ich definitiv auf dem richtigen Weg bin; das möchte ich in Willingen vor heimischen Publikum bestätigen und hoffe, dass mir technisch gute und weite Sprünge gelingen. Meine Aufmerksamkeit werde ich ganz und gar auf die zweite Hälfe des Weltcupwinters legen. Letztlich will ich mein Sprungsystem optimieren und mich so schon auf die neue Saison vorbereiten, die anders verlaufen soll als die gegenwärtige.

Wenn ich innerhalb des Winters die Kurve noch bekomme und dort mitspringen kann, wo die Musik spielt, hätte ich in gewisser Weise doch noch ein wichtiges Saisonziel erreicht!

Willingen kann kommen!

Herzliche Grüße

Karl Geiger

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