Die norwegische Handball-Nationalmannschaft hat sich mt einem 24:38-Debakel gegen Gastgeber Dänemark aus der Europameisterschaft verabschiedet. Der Traum von einer Teilnahme am Halbfinale war für das Team von Jonas Wille bereits frühzeitig geplatzt. War es das für den 49-jährigen Nationaltrainer?
"Ich habe keine Informationen darüber, dass sie das tun werden, aber ich denke, wir brauchen neue Ideen", forderte "NRK"-Experte Håvard Tvedten einen Trainerwechsel und legte nach: "Wille hatte vier gute Jahre mit vielen guten Handballmomenten, aber wir haben nie um die prestigeträchtigsten Medaillen gekämpft."
Norwegen kam in der deutschen Hauptrundengruppe I nicht über den fünften Platz hinaus. Zu mehr als einem Sieg gegen Spanien und einem Remis gegen Portugal reichte es für die mit Stars gespickte Wille-Truppe nicht. Die Luft für den Nationaltrainer, der das Amt 2023 von Erfolgscoach Christian Berge übernommen hatte, wird somit immer dünner.
Bei Norwegen ist es "Zeit für eine Veränderung"
"Ich gehe davon aus, dass nach der Europameister schnell Klarheit herrschen wird", erklärte Wille mit Blick auf seine eigene Zukunft am "NTB"-Mikrofon: "Wir müssen einen Generationswechsel durchstehen. Das gilt unabhängig davon, ob ich oder jemand anderes der Trainer ist. Man muss diesen Wandel mitmachen und weiterhin wirklich hart arbeiten, um das Halbfinale zu erreichen."
Eine Ausrede dürfte das aber nicht sein, so Tvedten: "Das Aus in der Hauptrunde ist natürlich enttäuschend. Dass sie wieder einmal nicht um Medaillen kämpfen wie noch vor ein paar Jahren." Bei den Weltmeisterschaften 2017 und 2019 hatte Norwegen noch Silber gewonnen. Bei der Europameisterschaft 2020 sicherte man sich immerhin den dritten Platz.
"ich glaube nicht, dass die Leistungen gut genug sind, um mit Wille weiterzumachen", legte der Ex-Profi nach: "Ich denke, es ist Zeit für eine Veränderung, und ich glaube auch, dass sie eine Veränderung vornehmen werden."




