Am Freitag trifft Alexander Zverev im Halbfinale der Australian Open auf Carlos Alcaraz. Ins Duell mit der Nummer zwei der Tennis-Welt geht der 28-Jährige als leichter Außenseiter. Nach Ansicht von Boris Becker spricht zudem die längere Verschnaufpause nicht für ein Weiterkommen des gebürtigen Hamburgers.
Während Zverev seine Teilnahme an der Runde der letzten vier in Melbourne bereits am frühen Dienstagnachmittag (Ortszeit) gegen den US-Youngster Learner Tien perfekt gemacht hatte, war Alcaraz bei den Australian Open erst Stunden später gegen den Lokalmatador Alex de Minaur gefordert, den er glatt in drei Sätzen schlug.
Hinzu kommt: Dadurch, dass zunächst die Frauen ihre Halbfinalpartien am Donnerstag austragen, müssen Zverev und Alcaraz einen Tag länger als üblich auf ihr Aufeinandertreffen warten.
Waren beide zuletzt jeden zweiten Tag gefordert, ändert sich nun der Rhythmus des Duos. Das Halbfinale ist auf 4:30 Uhr deutscher Zeit angesetzt.
Tennis: Zverev "kann das Turnier gewinnen."
"Jetzt kann es ein Nachteil sein, weil er natürlich anfängt, nachzudenken. Sein großer Traum ist natürlich, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen", warnte Boris Becker die deutsche Nummer eins bei "Eurosport" davor, dass die längere Pause nicht nur Vorteile mit sich bringt. Für den Hamburger bedeute das eine zusätzliche mentale Herausforderung.
"Du kannst die Gedanken nicht ausblenden: Was passiert, wenn ich gegen Alcaraz am Freitag ran muss", erklärte die deutsche Tennis-Ikone weiter, die die Australian Open einst selbst zweimal gewonnen hatte: "Was macht der Kopf, das ist für mich die Frage."
Rein sportlich hatte Zverev in Melbourne bislang einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.
"Das war wieder großer Sport von Sascha Zverev. Wie eigentlich im gesamten Turnier kommt er wieder an seine Spitzenleistung heran", hatte Becker bereits nach dem gewonnen Viertelfinale geschwärmt: "In dieser Form kann Zverev das Turnier gewinnen."





