Die schwedische Handball-Nationalmannschaft war mit großen Ambitionen in die Heim-EM gestartet. Doch bereits nach der Hauptrunde ist für das mit Stars besetzte Team schon Endstation. Die Enttäuschung ist groß. Im schwedischen Fernsehen machte man auch die Schiedsrichterleistung bei einer anderen Partie für das Ausscheiden verantwortlich.
Der schwedische Hauptrunden-Abschluss am Mittwochabend gegen die Schweiz hatte für Schweden keinerlei Bedeutung mehr, nachdem Kroatien sich mit einem 27:25-Erfolg über Ungarn das Weiterkommen und Platz eins gesichert hatte. Bereits dort stand fest, dass der EM-Co-Gastgeber keinerlei Chance mehr auf einen Einzug ins Halbfinale haben wird.
Besonders bitter aus Sicht der Skandinavier: Ungarn war drauf und dran, dem Favoriten am frühen Mittwochabend ein Bein zu stellen. Weil dem Team in der Schlussphase aber die Puste ausging, brachte Kroatien den Sieg in einer hektischen Schlussphase irgendwie über die Zeit. Nach Ansicht von "Viaplay"-Expertin und Ex-Profi Johanna Ahlm ging dabei aber nicht alles mit rechten Dingen zu.
Handball-EM: Entscheidung "unglaublich unfair"
"Das ist so schwer, das ist so hart", kommentierte die 38-Jährige eine Entscheidung des norwegischen Gespanns Lars Jörum/Havard Kleven. Das Duo hatte rund eine halbe Minute vor dem Ende bei einem Angriff der Ungarn auf Stürmerfoul entschieden. Eine harte Entscheidung, die Kroatien in den Schlusssekunden das Tor zum 27:25 ermöglichte.
"Ich verstehe nicht, warum man nicht rausgeht und sich das ansieht", kritisierte Ahlm die Unparteiischen: "Das fühlt sich so unglaublich unfair an". Auch ihr Expertenkollege Martin Frändesjö war mit der Entscheidung nicht einverstanden: "Vielleicht konnten die Schiedsrichter dem Druck nicht standhalten."
Ein Unentschieden hätte Schweden die Möglichkeit gelassen, doch noch ins Halbfinale einzuziehen. Der Gastgeber gewann seinen Hauptrunden-Abschluss gegen die Schweiz am späten Abend locker mit 34:21 und sicherte sich somit immerhin eine Teilnahme am Spiel um Platz fünf.




