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Spektakel auf Netflix

Fury-Comeback gegen Riesen-Russen

Tyson Fury will es nochmal wissen
Tyson Fury will es nochmal wissen
Foto: © IMAGO/Matt Davies
28. Januar 2026, 14:38
sport.de
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Tyson Fury kehrt mit einem Knall auf die Box-Bühne zurück. Der Termin für den Comeback-Kampf des ehemaligen Schwergewichts-Weltmeisters steht fest, der Gegner ist ein russischer Riese, den Agit Kabayel einst vermöbelte. Einen Deal mit einem Streaming-Giganten hat Fury auch an Land gezogen.

Tyson Fury kehrt am 11. April nach fast eineinhalb Jahren Pause in den Boxring zurück. Das teilte der Streaming-Gigant Netflix mit, der erstmals einen Kampf des Briten überträgt. Furys Gegner ist der Russe Arslanbek Makhmudov. Wo der Kampf stattfindet, ist noch offen. 

Makhmudov ist deutschen Box-Fans bestens bekannt. Er stieg Ende 2023 als klarer Favorit gegen Deutschlands Schwergewichts-Hoffnung Agit Kabayel in Saudi-Arabien in den Ring - und erlebte sein blaues Wunder. In vier Runden hackte Kabayel den Zwei-Meter-Hünen mit Körperhaken kurz und klein und gewann nach Abbruch des Ringrichters.

Fury boxte zuletzt im Dezember 2024: In Riad unterlag er damals im Revanchekampf seinem Erzrivalen Oleksandr Usyk über zwölf Runden nach Punkten. Der Ukrainer hatte schon den ersten Teil ein halbes Jahr zuvor für sich entschieden.

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

Nach der zweiten Niederlage seiner Profikarriere verkündete der "Gypsy King" Anfang 2025 seinen Rücktritt vom Boxsport. Noch vor wenigen Wochen betonte Fury, "nicht eine Milliarde Pfund" könne ihn in den Ring zurückholen.

Tyson Furys Gegner Makhmudov kündigt "Krieg" an

Der (erwartete) Sinneswandel kam schnell: Im Januar dieses Jahres kündigte der 2,06-Meter-Riese sein x-tes Comeback an. "Aufregend zurück zu sein. Mein Herz war und wird immer dem Boxen gehören", sagte Fury. Und weiter, offenbar an die Adresse Usyks: "Jemand soll dem König sagen, dass das Ass zurück ist."

Mit Mahkmudov wartet zumindest kein klassischer Aufbaugegner auf Fury. Der russische "Löwe" gewann 2025 zwei Kämpfe, schlug zuletzt Furys Landsmann David Allen über zwölf Runden nach Punkten. Makhmudov gilt mit 19 K.o.-Siegen in 23 Kämpfen als starker Puncher, wenngleich als technisch limitiert. "Ich komme, um einen Krieg zu liefern", tönte er.

Fury dürfte sich das Comeback von Netflix gut bezahlen lassen. Der US-Streamingdienst stieg 2024 mit dem Schaukampf zwischen Jake Paul und Mike Tyson ins Boxen ein - das traurige Schauspiel (Paul gewann nach Punkten) sahen weltweit mehr als 65 Millionen Menschen gleichzeitig im Livestream.

Im Vorjahr übertrug Netflix das Supermittelgewichts-Spektakel der Boxstars Canelo Alvarez und Terence Crawford. Hier machten 41 Millionen Menschen den Stream an.

Sollte Fury gewinnen, könnte er im Sommer in einem britischen Showdown auf WBO-Weltmeister Fabio Wardley treffen. Zudem ist noch immer ein Blockbuster gegen Anthony Joshua im Gespräch.

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