Formel-1-Neuling Audi zahlt bei den Testfahrten in Barcelona weiter Lehrgeld. Jetzt betroffen: Nico Hülkenberg, der einzige Deutsche im Fahrerfeld der Motorsport-Königsklasse.
Der 38-Jährige konnte am Mittwoch nur wenige Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya drehen, dann war seine Ausfahrt wegen eines Defekts am R26 auch schon wieder beendet.
Wie Aufnahmen von der Rennstrecke belegen, wurde der Audi-Bolide anschließend per Abschleppwagen zurück in die Garage des deutschen Autobauers geschleppt. Was genau hinter den neuerlichen Problemen steckt, ist bislang nicht bekannt.
Schon am Montag hatte Audi zu kämpfen, Hülkenbergs Teamkollege Gabriel Bortoleto war der Leidtragende. Auch er rollte mitten auf der Strecke aus.
"Wir hatten ein technisches Problem mit dem Auto – wir haben es entdeckt und beschlossen, das Auto auf der Strecke abzuschalten", sagte Teamchef Jonathan Wheatley. "Wir haben dieses Jahr viele Testfahrten und wollten die Probleme wirklich verstehen, deshalb haben wir sie sorgfältig analysiert."
"Es war ein etwas kurzer Tag", sagte Bortoleto. "Am Morgen haben wir ziemlich gute Arbeit geleistet, einige Runden gedreht und ein paar Dinge getestet. Wir waren auf dem richtigen Weg. Aber wie wir alle erwartet hatten, ist es ein Shakedown – da kann alles passieren, und wir rechnen damit, hier und da Probleme am Auto zu finden."
Formel-1-Testfahrten in Barcelona: Nur zwei Teams am Dienstag im Einsatz
Es sei insgesamt aber gut gewesen, "ein Gefühl für das neue Auto, die neuen Vorschriften, die Antriebseinheit und alles andere zu bekommen", resümierte der 21-Jährige.
Wie die meisten anderen Teams verzichtete Audi wegen der schlechten Wetterbedingungen in Katalonien am Dienstag auf weitere Tests. Lediglich Ferrari und Red Bull wagten sich aus der Deckung.
Nur an drei von fünf Tagen in Barcelona dürfen die Formel-1-Teams mit ihren Boliden auf die Strecke.


