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Bronze haarscharf verfehlt

Deutsches Biathlon-Talent verpasst EM-Überraschung

Elias Seidl hat zum Auftakt der Biathlon-EM Bronze knapp verpasst
Elias Seidl hat zum Auftakt der Biathlon-EM Bronze knapp verpasst
Foto: © IMAGO/Harald Deubert
28. Januar 2026, 12:21
sport.de
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Starker und doch bitterer EM-Auftakt für die deutschen Biathleten! Zum Start der Europameisterschaften im norwegischen Sjusjøen zeigten die deutschen Männer eine durchaus ansprechende Leistung, Edelmetall blieb dem DSV aber um einen Wimpernschlag verwehrt. 

Beim überzeugenden Sieg des Franzosen Antoine Guigonnat, dessen Vita bereits zwei WM-Titel vorweist, der angesichts des bärenstarken französischen Teams aber derzeit nicht im Weltcup startet, verpasste Elias Seidl als Vierter hauchdünn das Podest.

Im Einzelrennen über 20 Kilometer und vier Schießeinlagen (eine Strafminute pro Fehlschuss) trennten den 21-jährigen Deutschen, der ein Ziel verfehlte, am Ende 1:14,1 Minuten von Guigonnat (0 Fehler/52:08,9 Minuten). Platz zwei sicherte sich der weltcuperfahrene Norweger Isak Frey (2 Fehler/+1:11 Minuten), Bronze gewann mit Valentin Lejeune (1 Fehler/+1:13,3 Minuten) ebenfalls ein Franzose. Bitter aus Sicht des DSV: Seidl und Lejeune trennten am Ende gerade einmal 1,2 Sekunden.

Ausschlaggebend dürfte ein schwacher Start des deutschen Talents gewesen sein. Nach dem ersten Schießen, bei dem Seidl sein einziger Fehler unterlief, rangierte er noch auf Platz 70, Johannes Kühn führte zu diesem Zeitpunkt das Feld an.

Erfahrenes Biathlon-Duo enttäuscht bei EM

Seidl blieb in der Folge jedoch ohne Fehlschuss und rangierte nach dem letzten Anschlag noch vor Lejeune und Frey auf dem Silberrang. Auf der Schlussrunde verlor er jedoch die entscheidenden Sekunden auf das Duo.

Das dennoch gute deutsche Abschneiden runden Leonhard Pfund (2 Fehler/+1:34,8 Minuten) auf Rang sieben, Simon Kaiser (3 Fehler/+1:46,5 Minuten) als zehnter und Danilo Riethmüller (3 Fehler/+1:51,1 Minuten) als Elfter ab. Kaiser und Riethmüller untermauerten ihre Ansprüche für die kommenden Rennen vor allem mit einer sehr starken Leistung in der Loipe.

Mit Roman Rees (2 Fehler/+3:00,7 Minuten) und Kühn (4 Fehler/+3:14,1 Minuten) enttäuschten die erfahrensten Skijäger im DSV-Aufgebot hingegen mit Plätzen jenseits der Top 20.

Rees landete 2022/23 immerhin auf Rang neun in der Weltcupgesamtwertung, Kühn landete bei der Elite bereits in fünf Einzelrennen auf dem Podium.

EM 2025/2026

1FrankreichAntonin Guigonnat52:08.90m
2NorwegenIsak Frey+1:11.00m
3FrankreichValentin Lejeune+1:13.30m
4DeutschlandElias Seidl+1:14.10m
5ItalienDidier Bionaz+1:22.00m

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