Werder Bremen taumelt weiter den Abstiegsplätzen entgegen, auch im Nachhol-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim gingen die einmal mehr enttäuschenden Hanseaten leer aus. Im Umfeld werden die Rufe nach Veränderungen lauter, neben Trainer Horst Steffen gerät auch Sportchef Clemens Fritz zunehmend in die Schusslinie. Nach dem Schlusspfiff bezog der angeschlagene SVW-Funktionär Stellung.
An der Weser ticken die Uhren nach wie vor anders. Während bei den meisten Bundesligisten nach dem neunten Ligaspiel in Folge ohne Sieg und dem Absturz in den Tabellenkeller wohl längst personelle Konsequenzen gezogen worden wären, will Werder Bremen trotz ausbleibender Ergebnisse in der aktuellen Konstellation weitermachen.
Am späten Dienstagabend signalisierte Clemens Fritz erneut Rückendeckung für den chronisch erfolglosen Horst Steffen. "Ich sehe, wie er mit der Mannschaft arbeitet. Ich sehe eine Mannschaft, die vom Trainer die Sachen mit an die Hand kriegt", betonte der Sportchef nach dem ernüchternden 0:2 im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim. "Ich spüre seine Energie, seine positive Art."
Durch die nächste Pleite blieben die Bremer auf Tabellenrang 15 und sind nur drei Punkte vom Abstiegsrelegationsplatz entfernt. Dramatisch: In fünf der vergangenen sechs Partien erzielte das Team keinen eigenen Treffer.
Wenig überraschend wird auch Fritz, dessen Transfers nahezu ausnahmslos gefloppt sind, von den Fans zunehmend kritisch gesehen.
"Ich bin lange genug bei Werder", erklärte der ehemalige SVW-Kapitän. "Und ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, dass es natürlich auch nicht spurlos an mir vorbeigeht."
Durchhalteparolen beim SV Werder Bremen
Steffen jedenfalls weiß das Vertrauen seines Vorgesetzten in der tristen Lage zu schätzen. "Es ist keine Selbstverständlichkeit", sagte der 56-Jährige. "Aber es ist auch eine gute Bestätigung." Er gebe das Vertrauen "auch gerne weiter an die Spieler".
Am kommenden Samstag (15:30 Uhr/Sky) kommt mit Borussia Mönchengladbach nun ein Gegner ins Weserstadion, der selbst eine schwierige Phase erlebt.
Steffen versucht es mit Durchhalteparolen: "Ich glaube, dass die Mannschaft in der Lage ist, Spiele zu gewinnen. Und wir arbeiten daran, dass das bald passiert."



























