Max Verstappen hat bei den ersten Formel-1-Testfahrten des Jahres einen leichten Fehlstart hingelegt und seinen neuen Red Bull unfreiwillig direkt mal auf Kiesbett-Tauglichkeit geprüft.
Am zweiten Tag der Barcelona-Testwoche löste der viermalige F1-Weltmeister Berichten zufolge die erste Rote Flagge der Vormittags-Session aus.
Demnach verlor Verstappen in Kurve fünf die Kontrolle über den RB22 und rutschte ins Kiesbett, woraufhin die Streckenposten Rot schwenkten. Der Niederländer konnte offenbar aber weiterfahren und in die Boxengasse zurückfahren. Die Testfahrten sollen wegen der Roten Flagge für rund fünf Minuten unterbrochen gewesen sein.
Viel Betrieb ist am Dienstag auf dem Circuit de Catalunya aber ohnehin nicht. Außer Red Bull ist nur Ferrari auf der Strecke unterwegs, auf der im Juni der Große Preis von Katalonien ausgetragen wird.
Bisher ist Red Bull das einzige der elf Formel-1-Teams, das sowohl für Montag als auch Dienstag auf der Strecke gemeldet ist. Damit hat der Rennstall in dieser Woche nur noch einen weiteren Tag zur Verfügung.
Formel 1: Hadjar legte guten Red-Bull-Start hin
Die Tests finden weitgehend hinter verschlossenen Türen statt, genaue Informationen sickern nur spärlich durch, ein erstes Kräfteverhältnis sollte sich am Ende der Woche kaum ablesen lassen.
Verstappens neuer Stallkollege Isack Hadjar hatte beim Shakedown am Montag die schnellste Zeit des Tages erzielt: Der Franzose umrundete den Kurs vor den Toren Barcelonas in 1:18,159 Minuten. Zum Vergleich: Die Pole-Zeit des Vorjahres von Oscar Piastri betrug 1:11,546 Minuten.
"Es war ziemlich produktiv. Überraschenderweise konnten wir viel mehr Runden fahren als erwartet", resümierte Hadjar nach dem Aufgalopp. "Wir hatten nur kleinere Probleme, was angesichts der Tatsache, dass es unser erster Tag mit unserem eigenen Motor war, ziemlich beeindruckend ist. Es lief also definitiv reibungslos."
Mehr dazu:
In der Formel 1 gilt 2026 ein völlig neues technisches Reglement. Die Motoren werden künftig zu 50 Prozent elektrisch angetrieben, den Rest erledigt ein Verbrenner. Das Motoren-Regelwerk hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Aerodynamik der Boliden, weswegen kein Team so recht weiß, wo es zum Saisonstart in Australien im März stehen wird.
Red Bull geht erstmals mit Motoren aus hauseigener Produktion an den Start und wird dabei vom US-Autoriesen Ford unterstützt.



