Die Olympischen Winterspiele 2026 (06. Februar bis 22. Februar) in Mailand und Cortina d'Ampezzo finden ohne Simon Ammann statt. Das bestätigte der Schweizer Skisprung-Verband am Montag. Eine Entscheidung, die durchaus überraschend kam, um die es nach Angaben des Teamchefs intern aber "keine großen Diskussionen" gab.
"Die letzten Resultate sprachen für Felix. Seine Formkurve zeigt nach oben", erklärte Joel Bieri gegenüber dem "Blick", warum Felix Trunz den dritten Olympia-Startplatz der Eidgenossen bekam und nicht Altmeister Simon Ammann, der mit 26 Punkten aktuell drittbester Schweizer im Skisprungweltcup ist: "Es gab keine großen Diskussionen. Trunz bringt viel Potenzial für die Zukunft mit. Das spielte natürlich auch hinein."
Der 44-Jährige habe auf seine Ausbootung "natürlich" mit Enttäuschung reagiert, aber "er hat das wie ein Champion akzeptiert", so der 36-jährige Teamchef weiter. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft enttäuschten sowohl der Youngster als auch der Routinier im Einzelspringen. Ammann hatte dennoch leicht die Nase vorn. Trunz hingegen hinterließ den besseren Eindruck im Teamspringen.
Skispringen: "Sehr gute Resultate" für Ammann möglich
"Es fehlt bei ihm nicht viel", beurteilte Nationaltrainer die Leistungen des Routiniers, der mit seiner achten Olympia-Teilnahme einen Rekord eingestellt hätte. Acht Starts bei verschiedenen Olympischen Winterspielen können bislang nur Deutschlands Eisschnelllauf-Legende Claudia Pechstein und Japans "Flugsaurier" Noriaki Kasai für sich beanspruchen.
"Noch einige Sprünge, und dann traue ich Simon wieder sehr gute Resultate zu", machte der 44-Jährige Amman Mut, der am Wochenende beim Weltcup in Willingen an den Start geht: "Simon bleibt eine Legende. Er ist für mich nicht alt. Ich hoffe, er kämpft noch lange weiter."
Seinen letzten Weltcupsieg schnappte sich der Eidgenosse am 29. November 2014 im finnischen Kuusamo von der Großschanze. Die Top 25 im Gesamtweltcup konnte Ammann letztmals in der Saison 2018/19 entern.


