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WM-Kampf in Deutschland?

Exklusiv: Gespräche zwischen Usyk und Kabayel

Agit Kabayel nimmt Schwergewichts-Champion Oleksandr Usyk ins Visier
Agit Kabayel nimmt Schwergewichts-Champion Oleksandr Usyk ins Visier
Foto: © IMAGO/Moritz Mueller
27. Januar 2026, 09:10

Bekommt Deutschlands Box-Star Agit Kabayel endlich seine WM-Chance gegen Schwergewichts-König Oleksandr Usyk? Das Management des Ukrainers bringt den "Leberking" erstmals von sich aus als nächsten Usyk-Gegner ins Spiel. Und tatsächlich laufen Gespräche.

Wie sport.de erfahren hat, stehen die Lager von Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk und WBC-Interims-Champion Agit Kabayel über einen möglichen WM-Kampf in Austausch. 

Den jüngsten Aussagen von Usyks Manager Sergey Lapin, Kabayel sei "definitiv eine Option", ging eine Kontaktaufnahme mit dem Team des Deutschen voraus. Erst danach sprach Lapin von sich aus öffentlich über ein mögliches Duell der Schwergewichtler. Im Hintergrund laufen nun Gespräche.

Lapin hatte den Deutschen bei "talkSPORT" als Gegner des WBA/WBC/IBF-Weltmeisters ins Spiel gebracht. Er verwies auf Kabayels Erfolg bei dessen "Homecoming" am 10. Januar in Oberhausen gegen den Polen Damian Knyba. 

"Wir sehen, wie Deutschland auf diese Kämpfe reagiert, die Stadien, die sie füllen können und wie stark der Markt ist", deutete Lapin gar einen Kampf in einem deutschen Stadion an. "Es wäre ein großer europäischer Kampf mit großem Business-Potenzial."

Auch Kabayels Promoter George Warren hatte seinem Schützling nach dem Event in Oberhausen für Sommer einen Kampf in einem Fußballstadion in Deutschland in Aussicht gestellt. 

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

Usyk wollte im späten Frühjahr oder im Sommer eigentlich gegen Ex-Weltmeister Deontay Wilder in den USA boxen. Wilder hat vorerst aber andere Pläne, steigt wohl im April in London gegen den Engländer Derek Chisora in den Ring.

Boxen: Kabayel hat "Zeichen" an Usyk und die Boxwelt gesendet

Kabayel steht als Interims-Weltmeister und Pflichtherausforderer des WBC ohnehin eine Titelchance gegen Usyk zu. Bis dato hat der Verband aber keinerlei Druck auf den 39-Jährigen ausgeübt, seinen Gürtel gegen den "Leberking" aus Bochum zu verteidigen. 

"Wir freuen uns, dass das Usyk-Team öffentlich über einen Kampf gegen Agit redet. Das zeigt, was wir mit unserer Veranstaltung in Oberhausen bewirkt haben, dass wir dieses Zeichen an die Boxwelt gesendet haben, dass Leute wieder Lust auf große Kämpfe in Deutschland haben", sagte Kabayels Manager Lasse Krüger zu sport.de: "Was folgt, werden die Gespräche zeigen, aber man sieht, dass der eingeschlagene Weg weitergehen wird."

Drängt Usyk in die USA?

Welchen Weg Usyk nach der Wilder-Absage einschlägt, ist die große Frage. Medienberichten zufolge verhandelt der Weltmeister mit Dana Whyte über ein Engagement in dessen neuer Box-Liga "Zuffa Boxing". Mit dieser will Whyte das Boxen nach Vorbild seiner MMA-Serie UFC umkrempeln. 

Offenbar drängt Usyk Richtung US-Markt. In angloamerikanischen Box-Portalen wird über ein Duell mit dem Amerikaner Andy Ruiz spekuliert. Der Ex-Weltmeister und Bezwinger von Anthony Joshua stand zuletzt allerdings im Sommer 2024 im Ring. 

Kabayel hatte vor zweieinhalb Wochen seinen Titel als WBC-"Zwischen"-Weltmeister vor 13.000 Zuschauern in der Rudolf-Weber-Arena von Oberhausen mit einem vorzeitigen Sieg über den polnischen 2,01-Meter-Riesen Knyba verteidigt.

Beobachter wie Kabayels britischer Promoter George Warren oder Manager Spencer Brown schwärmten im Anschluss von der "unglaublichen" Atmosphäre in der Arena. Die Tickets für das Event waren binnen weniger Tage vergriffen gewesen.

Kabayel selbst wiederholte nach dem Kampf seinen Wunsch nach einem Kampf gegen Usyk. "Ich denke, es wird Zeit für die WBC-WM in Deutschland. Wir können damit in jedes Stadion gehen. Es wird langsam Zeit, es liegt nicht an mir. Ich bin bereit. Wo auch immer - ich komm' hin", sagte der 33-Jährige bei RTL/ntv und sport.de.

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