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Topfavorit der Handball-EM zu stark für die DHB-Auswahl

Matchball vergeben! Deutschland verliert gegen Dänemark

Mathias Gidsel (r.) setzte sich mit seinen Dänen klar gegen die deutsche Auswahl durch
Mathias Gidsel (r.) setzte sich mit seinen Dänen klar gegen die deutsche Auswahl durch
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
26. Januar 2026, 22:00

Deutschlands Handballer halten gegen Olympiasieger Dänemark nur rund 40 Minuten gut mit. Die Halbfinal-Chancen sind aber weiter intakt.

Deutschlands Handballer ließen kurz die Köpfe hängen. Während die Dänen-Party im Hexenkessel von Herning ihren Höhepunkt erreichte, rafften sich Kapitän Johannes Golla und Co. aber schnell wieder auf und schworen sich auf ihr Hauptrunden-Finale gegen Frankreich ein.

Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason verpasste trotz einer langen Zeit starken Leistung den vorzeitigen Einzug ins EM-Halbfinale, sie hat ihr Schicksal im Kampf um die Medaillen aber weiter in der eigenen Hand. Nach dem 26:31 (12:13) gegen Olympiasieger Dänemark reicht gegen die Franzosen bereits ein Remis zum Weiterkommen.

"Sie sind einfach extrem gut", sagte Gislason in der "ARD", lobte aber seine Abwehr gegen eine "phänomenale Mannschaft, da darf mein keine Phase haben, wo man zwei, drei, vier nacheinander verwirft. Dann ist das Spiel schon entglitten. Aber trotzdem: ein sehr gutes Spiel von den Jungs." Golla wurmte die Niederlage zwar, doch er war auch "stolz auf das Auftreten" seines Teams: "Wir können erhobenen Hauptes hier rausgehen und wissen, dass wir jetzt das Finale in zwei Tagen gegen Frankreich haben."

Deutschland bot dem Serien-Weltmeister vor 15.000 ekstatischen Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen lange Zeit Paroli und durfte bis zum 15:17 (42.) sogar auf eine Überraschung hoffen. Am Ende war es aber vor allem Dänen-Keeper Emil Nielsen, der das hochklassige Duell zugunsten des Favoriten entschied.

Knorr und Wolff zunächst nur auf der Bank

Die hochgelobten Serien-Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel (8 Tore) bissen sich an der deutschen Defensive um den überraschend aufgebotenen Torhüter David Späth zunächst die Zähne aus, vorne suchten Torjäger Renars Uscins und Co. unerschrocken den Abschluss. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr setzte sich die individuelle Qualität der Dänen durch. Auch der in der Schlussphase eingewechselte Andreas Wolff konnte zwei Tage nach seiner Wahnsinns-Show gegen Norwegen nicht für die Wende sorgen. Zum besten deutschen Werfer avancierte am Ende Uscins mit sechs Treffern.

Deutschland, das zuvor Spanien (34:32), Portugal (32:30) und Norwegen (30:28) besiegt hatte, steht in Todesgruppe I nun wie Dänemark bei 6:2 Punkten. Im abschließenden Hauptrundenspiel am Mittwoch (18:00 Uhr/ZDF) gegen Titelverteidiger Frankreich (4:4) reicht schon ein Unentschieden, um sicher das Ticket für die Medaillenspiele zu lösen. Die Teilnahme am Spiel um Platz fünf am Freitag ist der DHB-Auswahl bereits jetzt nicht mehr zu nehmen.

Gislason wartete am Montagabend mit einigen Überraschungen auf. So standen die etatmäßigen Außenspieler Lukas Mertens und Lukas Zerbe nicht im Kader, der zuletzt starke Marko Grgic begann im Rückraum für Juri Knorr und im Tor beorderte der Isländer Späth anstelle von Wolff aufs Feld.

Grgic hatte zunächst zwar enormes Wurfpech, gleich drei seiner Würfe klatschten an Latte oder Pfosten, doch Deutschland führte nach einem verwandelten Siebenmeter von Nils Lichtlein schnell mit 3:1 (4.). Davon unbeeindruckt zeigten sich die Dänen - und allen voran Gidsel. Per Doppelpack sorgte der Bundesliga-Star beim 6:4 für die erste Zwei-Tore-Führung seines Teams (8.).

Die DHB-Auswahl ließ sich aber nicht abschütteln. Im Angriff übernahm Uscins nun immer mehr Verantwortung und kühlte die brodelnde Arena mit seinen ansatzlosen Rückraumwürfen regelmäßig runter. "Wir spielen sehr gut nach vorne", rief Gislason seinen Spielern in einer Auszeit beim Stand von 9:11 (24.) zu.

Lichtlein lässt Ausgleich zur Pause liegen

Wolff fungierte in dieser Phase als lautstarker Antreiber von der Bank, motivierte Uscins und Co. lautstark. Während das dänische Spiel nun stockte, witterte Deutschland immer mehr seine Chance und kam nach 10:13-Rückstand (28.) noch einmal ran. Den möglichen Ausgleich vergab Lichtlein mit dem Halbzeitpfiff: Sein Siebenmeter sprang vom Pfosten zurück ins Feld.

Man gehe "mit einem richtig guten Gefühl" in die Pause, sagte Kreisläufer Justus Fischer im Ersten. Auch DHB-Teammanager Benjamin Chatton zeigte sich "zufrieden. Wir wissen, dass wir Außenseiter sind und 15.000 enthusiastische dänische Fans gegen uns haben. Die Jungs haben Bock, dagegenzuhalten und heute die Überraschung zu schaffen."

Diese Lust war den deutschen Spielern weiterhin deutlich anzumerken. Und als Späth in der 33. Minute ein dänisches Rückraumgeschoss von Mads Hoxer mit beiden Händen fing und die Torflaute der Gastgeber auf über neun Minuten verlängerte, wackelte die Handball-Weltmacht beim Stand von 13:13 tatsächlich bedenklich. Sie fiel aber nicht, was vor allem an Dänen-Keeper Nielsen und dem irrsinnigen Tempo der Gastgeber in der Offensive lag.

3. Spieltag
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  • Tabelle
Portugal
Portugal
Portugal
35
17
Norwegen
Norwegen
Norwegen
35
18
15:30
Mo, 26.01.
Beendet
Spanien
Spanien
Spanien
36
20
Frankreich
Frankreich
Frankreich
32
14
18:00
Mo, 26.01.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
26
Dänemark
Dänemark
Dänemark
31
20:30
Mo, 26.01.
Beendet
Live im TV in der ARD
Schweiz
Schweiz
Schweiz
0
Island
Island
Island
0
15:30
Di, 27.01.
Slowenien
Slowenien
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Di, 27.01.
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20:30
Di, 27.01.
Hauptrunde Gruppe I
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DänemarkDänemarkDänemark4301128:117116
2DeutschlandDeutschlandDeutschland4301122:12116
3FrankreichFrankreichFrankreich4202145:14054
4NorwegenNorwegenNorwegen4112132:137-53
5PortugalPortugalPortugal4112134:142-83
6SpanienSpanienSpanien4103133:137-42
  • Halbfinale
  • Spiel um Platz 5
Hauptrunde Gruppe II
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1IslandIslandIsland320188:8084
2SchwedenSchwedenSchweden320195:9144
3SlowenienSlowenienSlowenien3201104:10224
4KroatienKroatienKroatien320183:86-34
5UngarnUngarnUngarn301284:88-41
6SchweizSchweizSchweiz301288:95-71
  • Halbfinale
  • Spiel um Platz 5
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Torjäger 2026 DEN/NOR/SWE

#Name7mTore
1PortugalFrancisco Costa1447
DänemarkMathias Gidsel047
3DänemarkSimon Pytlick045
4NorwegenAugust Pedersen1042
5SlowenienDomen Makuc1037
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