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Gislason streicht zwei Stammspieler vor Dänemark-Kracher

Große Kader-Überraschung vor EM-Kracher

Video: Deutschland fehlt ein Sieg fürs Halbfinale
26. Januar 2026, 19:38
sport.de
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Vor dem Kracher-Duell bei der Handball-EM gegen Topfavorit Dänemark hat Bundestrainer Alfred Gislason für echte Überraschungen bei der Kader-Nominierung bei der DHB-Auswahl gesorgt. 

Wenn Deutschland am Montagabend ab 20:30 Uhr in Herning auf Gastgeber, Weltmeister und Olympiasieger Dänemark trifft, geht es nicht nur um Punkte für die Hauptrundengruppe I, sondern auch schon um erste Vorentscheidungen.

Ein erster Matchball für das DHB-Team, Endspiel für die Dänen. Ein deutscher Sieg sichert vorzeitig das Halbfinal-Ticket, eine Niederlage zwingt zum Endspiel am Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich. Für Dänemark steht sogar noch mehr auf dem Spiel. Verlieren die Gastgeber, ist das Weiterkommen nicht mehr in eigener Hand.

Zusätzliche Würze bekommt der EM-Kracher durch den Bundesliga-Faktor. Elf dänische Nationalspieler verdienen ihr Geld in Deutschland, fünf davon allein bei der SG Flensburg-Handewitt. Allen voran Superstar Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin kennt die deutsche Defensive bis ins Detail.

Mertens und Zerbe nicht im Aufgebot

Im Vorfeld des Kracher-Duells mit den favorisierten Dänen sorgte Bundestrainer Alfred Gislason nun für Kader-Überraschungen: Der Bundestrainer verzichtet ausgerechnet auf seine beiden etatmäßigen Stammspieler auf den Außenpositionen.

Lukas Mertens und Lukas Zerbe stehen nicht im Spieltagskader. Stattdessen rücken Mathis Häseler (VfL Gummersbach) und Matthes Langhoff (Füchse Berlin) in das 16er-Aufgebot für das Dänen-Duell.

Langhoff soll auf der Halb-Position defensive Stabilität bringen, insbesondere gegen Vereinskollege und Welthandballer Gidsel, der vor allem für seine überragende Durchsetzungsfähigkeit auf Halbrechts bekannt ist. 

Rechtsaußen Zerbe stand mit 244 Minuten fast durchgehend auf dem Feld und stellte mit 31,50 km/h den schnellsten Sprint des Turniers auf. Auch Mertens gehört mit 236 Minuten zu den bisherigen EM-Dauerbrennern im deutschen Team, musste zuletzt allerdings mit einer Kopfverletzung behandelt werden. Die Maßnahme des Bundestrainers diene daher wohl auch der Regeneration mit Blick auf ein mögliches Duell mit Frankreich.

Rune Dahmke (THW Kiel) und Mathis Häseler werden am Abend somit wohl auf den Außenpositionen gesetzt sein, womöglich sogar über die vollen 60 Minuten.

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