Borussia Mönchengladbach muss sich nach vier Niederlagen aus den letzten sechs Spielen in der Fußball-Bundesliga wieder nach unten orientieren. Die Verantwortlichen am Niederrhein bleiben dennoch kämpferisch.
"Wir schlittern nirgendwo hin", reagierte Gladbach-Trainer Eugen Polanski nach der Heimpleite gegen den VfB Stuttgart bei "DAZN": "Wir stehen dort, wo wir stehen, wir können alle die Tabelle lesen. Das 0:3 ist natürlich sehr, sehr bitter. Vor allem, wenn man die erste Halbzeit sieht, wie das Spiel angefangen hat oder auch hätte laufen können. Am Ende ist es ein Fakt."
Beim Stand von 0:0 hatte Haris Tabakovic in der 13. Minute die große Chance zur Borussia-Führung vergeben. Der Angreifer scheiterte mit seinem Elfmeter an VfB-Keeper Alexander Nübel. Anschließend präsentierten sich die Stuttgarter effizient und fügten den Gladbachern eine letztlich deutliche Heimpleite zu.
Nach nur vier Punkten aus den letzten sechs Bundesliga-Auftritten rangiert die Fohlen-Elf als Tabellenelfter aktuell fünf Zähler vor dem Relegationsplatz.
"Wir müssen inhaltlich einfach gut sein. Da geht es nicht um Härte oder nicht. Wir müssen klare Dinge ansprechen", meinte Polanski nach dem jüngsten Rückschlag.
Und weiter: "Wenn wir gesagt haben, wir wollen mit Ball besser sein, dann haben wir das heute in der ersten Halbzeit gezeigt. Am Ende ist ein Ergebnis ein Multiplikator. Bei 0:3 brauche ich der Mannschaft nicht zu sagen, wie toll sie ist, sondern wir müssen Dinge klar besser umsetzen. Und dann gerade gegen Gegner, die eher auf unserer Augenhöhe sind, unser Spiel aufzwingen, dagegenhalten und punkten."
Gladbach-Kapitän sieht kein Grundsatzproblem
Ein "Grundsatzproblem" habe Gladbach nicht, sagte Kapitän Rocco Reitz.
"Ich würde jetzt keinem zumuten, dass er hier nicht alles geben und 100 Prozent zeigen möchte. Heute waren es wieder so Geschichten: Die Räume vor der Kette waren zu groß, wir haben nicht gemeinsam gepresst, nicht komplett über den Platz, nicht Mann am Mann, so wie wir es vorhatten. Und dann, egal ob die Stuttgarter Donnerstag spielen oder nicht, haben die die Qualität, das auszuspielen. Taktisch war das vor allem gegen den Ball einfach zu wenig", holte der Mittelfeldmann aus.
"Du kannst deine Themen nur selber lösen, du kannst nur selber punkten, um dann nicht nach unten schauen zu müssen. Aber du wirst trotzdem immer nach unten mitschauen müssen", sagte Sportdirektor Rouven Schröder.
"Du bist eine Mannschaft, die immer an der Grenze spielen muss. Mannschaften wie Mainz, wie Heidenheim, aber auch St. Pauli punkten, die verstärken sich. Mainz hat sich jetzt auch wieder verstärkt und gestern überzeugend 3:1 gewonnen. Es wird bis zum Schluss eng bleiben. Da müssen wir gewappnet sein. Wir müssen es in der eigenen Hand halten", forderte der 50-Jährige.




























