Der Olympia-Kader des schwedischen Biathlon-Teams ist seit Sonntag komplett. Wie der Verband mitteilte, hat Anna-Karin Heijdenberg das interne Ausscheidungsrennen gegen Johanna Skottheim für sich entschieden. Die Unterlegene zeigte sich danach am Boden zerstört.
"Ein Kindheitstraum bricht zusammen", schrieb Skottheim am Sonntag auf Instagram, nachdem der schwedische Biathlonverband verkündete, dass nicht sie, sondern Anna-Karin Heijdenberg das letzte Olympia-Ticket bekommen wird. Beide hatten sich beim Weltcup in Nove Mesto ein Kopf-an-Kopf-Duell um den Platz im Kader geliefert.
"Der Profisport ist brutal und die Unterschiede sind gering. Rückblickend gibt es viel, dass ich vom Start der Saison anders hätte machen sollen. Aber hinterher ist das immer einfach. Der Druck in den letzten Wochen war extrem zehrend", schrieb die 31-Jährige, die schon vor vier Jahren an die Olympia-Tür klopfte, damals aber ebenfalls nicht berücksichtigt wurde.
Kampf um Olympia-Ticket ausgeglichen wie nie
Schwedens Schießtrainer Johan Hagström schilderte im "SVT"-Interview, dass der interne Kampf um einen Olympia-Startplatz "wahrscheinlich der ausgeglichenste war, den ich je erlebt habe". Heijdenberg habe letztlich den Zuschlag bekommen, weil sie "gezeigt hat, dass sie gute Staffel-Rennen laufen kann. Man hat nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen und braucht jemanden, der einspringen kann. Anna-Karin ist eine gute Option", erklärte der Trainer.
Ganz offiziell ist die Olympia-Nominierung der 25-Jährigen übrigens noch nicht. Der nationale Biathlonverband hat Heijdenberg bislang nur als Olympia-Fahrerin vorgeschlagen. Das finale Go muss das nationale olympische Komitee geben. Das gilt allerdings als Formsache.
Heijdenberg liegt im Gesamtweltcup derzeit auf dem 39. Platz. Drei Mal lief sie in Einzel-Rennen in dieser Saison in die Top 20. Ihr bestes Resultat holte sie im Sprint von Oberhof, in dem sie Zehnte wurde.
