Bitterer Tag für das deutsche Tennis! Bei den Australian Open 2026 sind die Schultern, auf denen die deutschen Hoffnungen ruhen, endgültig sehr rar geworden. Vor allem für die deutschen Doppel-Stars endete die Reise früh. Ein Youngster konnte hingegen siegen.
Mit drei Grand-Slam-Titeln (1 im Damen-Doppel, 2 im Mixed) zählt Laura Siegemund zu den erfolgreichsten deutschen Doppel-Spielerinnen, bei den Australian Open 2026 wird allerdings kein weiterer Coup hinzukommen. Das steht nun fest.
Siegemund scheiterte einen Tag nach ihrem Ausscheiden im Mixed auch in der Doppel-Konkurrenz der Frauen im Achtelfinale. Die Deutsche verlor in der Runde der letzten 16 an der Seite der US-Amerikanerin Sofia Kenin deutlich mit 3:6 und 2:6 gegen Su-wei Hsieh aus Taiwan und Jelena Ostapenko aus Lettland.
Hsieh gewann in ihrer Karriere bereits neun Grand Slams, allein 2024 gewann sie in Melbourne im Damen- und Mixed-Doppel den Titel. Im Vorjahr verpassten Hsieh/Ostapenko einen ersten gemeinsamen Coup Down Under erst im Finale.
Tim Pütz, Gewinner der Mixed-Konkurrenz der French Open 2023, muss wie Siegemund ebenfalls weiter auf einen weiteren Major-Erfolg warten. Der 38-Jährige scheiterte im Achtelfinale der Mixed-Konkurrenz knapp mit 6:4, 2:6 und 8:10 an Katerina Siniakova aus Tschechien und Sem Verbeek aus den Niederlanden. Pütz versuchte in Australien erstmals sein Glück mit der Chinesin Shuai Zhang.
Die Hürde war allerdings eine hohe: Siniakova/Verbeek spielten in Wimbledon 2025 ihr bislang einziges gemeinsames Turnier, holten den Titel und sind noch ungeschlagen.
Pütz war Seite an Seite mit Kevin Krawietz bereits im Herren-Doppel früh gescheitert.
Deutsches Toptalent scheitert überraschend
Bei den Juniorinnen und Junioren brachte der Tag ebenfalls überwiegend schlechte Neuigkeiten für den DTB: Qualifikant Oliver Majdandzic scheiterte in Runde zwei des Einzels am Rumänen Matei Todoran (5:7, 3:6), mit dem er wenig später auch im Doppel hätte antreten sollen. Das Duo zog jedoch zurück.
Eine durchaus überraschende Pleite kassierte derweil Mariella Thamm im Juniorinnen-Einzel. Das deutsche Toptalent, das eigentlich meist auf der ITF-Tour spielt, verlor gegen die Russin Mariia Makarova mit 4:6 und 3:6. Thamm ist immerhin noch im Juniorinnen-Doppel im Rennen.
Jamie Mackenzie hält die deutschen Farben im Junioren-Einzel hingegen noch hoch. Der an Position fünf gesetzte 18-Jährige gewann seine Zweitrundenpartie gegen John Bothma aus Südafrika mit 6:4 und 7:6.






